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SaaS-Markt überfüllt: Lohnt sich der Einstieg noch bei 20+ Konkurrenten?

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Dieter K.
Beiträge: 15
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(@dieterkraus)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#20]

Hi zusammen,

sitze hier seit Wochen über meiner SaaS-Idee und komme nicht weiter. Es geht um ein Tool für Projektmanagement in kleinen Agenturen - nichts Weltbewegendes, aber ich kenne die Schmerzpunkte aus eigener Erfahrung.

Das Problem: Als ich angefangen hab zu recherchieren, bin ich auf gefühlt 20+ ähnliche Tools gestoßen. Von Asana über Monday bis hin zu kleineren Spezial-Lösungen. Jetzt frag ich mich ernsthaft, ob das noch Sinn macht?

Einerseits denk ich mir: Der Markt ist da, die Nachfrage offensichtlich auch. Und ich hab wirklich ein paar Ideen, wie man's besser machen könnte - vor allem bei der User Experience und beim Pricing für kleinere Teams.

Andererseits... bei so vielen etablierten Playern? Die haben schon Marketing-Budgets, die mein ganzes Startkapital übersteigen. Und ehrlich gesagt bin ich auch kein Tech-Genie - würde das Development outsourcen müssen.

Jetzt mit dem Frühling kommt wieder mehr Motivation für neue Projekte, aber ich will nicht blindlings reinrennen. Was würdet ihr machen? Trotzdem versuchen oder lieber komplett neu denken?

Freue mich auf eure Einschätzungen!


3 Antworten
WolfgangK
Beiträge: 4
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(@wolfgangk)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Da muss ich ehrlich sagen - bei 20+ Konkurrenten würde ich sehr vorsichtig sein. Hab selbst schon in überfüllte Märkte investiert und das geht selten gut aus.

Das Problem ist nicht nur das Marketing-Budget, sondern auch die Feature-Parität. Die etablierten Player haben Jahre Vorsprung und Hunderte von Feature-Requests umgesetzt. Du startest mit nem MVP gegen deren ausgereifte Plattformen.

Außerdem: Wenn der Markt wirklich so attraktiv wäre, würden nicht alle großen Software-Konzerne da mitmischen? Microsoft hat Project, Google hat eigene Tools, selbst Adobe mischt mit.

Mein Rat: Such dir lieber eine Nische, wo noch gar keine oder max. 2-3 schwache Konkurrenten sind. Projektmanagement ist ein Commodity-Markt geworden. Da gewinnst du nur noch über Preis oder extrem spezifische Features.


Antwort
Stefan38
Beiträge: 7
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(@stefan38)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hey DieterKraus,

kenne das Problem nur zu gut! Bei meinem letzten SaaS-Projekt war's ähnlich - überall Konkurrenz, aber am Ende hat's sich trotzdem gelohnt.

Der Trick ist nicht, komplett anders zu sein, sondern eine spezifische Niche besser zu bedienen. Du sagst "kleine Agenturen" - das ist schon mal gut, aber geh noch spezifischer. Welche Art Agenturen? Werbe-, Web-, PR-Agenturen? Jede hat andere Workflows.

Ich hab damals hier im Forum über Marketing mit kleinem Budget geschrieben - das Problem hast du sowieso. Aber wenn du eine echte Nische findest und die ersten 50-100 Kunden persönlich gewinnst, kannst du auch ohne Riesen-Budget wachsen.

Mein Tipp: Mach erstmal 10-20 Interviews mit Leuten aus deiner Zielgruppe. Wenn dabei was Konkretes rauskommt, was die anderen Tools nicht können, dann go for it. Sonst lass es.


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Werner-Bausch
Beiträge: 2
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(@werner-bausch)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, sehe das etwas differenzierter als WolfgangK. Ja, viele Konkurrenten sind erstmal abschreckend, aber Marktgröße bedeutet auch Potenzial.

Wichtig ist meiner Meinung nach: Kannst du die ersten Kunden ohne große Akquise-Kosten gewinnen? Hast du ein Netzwerk in der Zielgruppe? Falls ja, könnte es klappen.

Aber eins solltest du vorher klären: Was genau machst du anders/besser? "Bessere UX" sagen alle, "günstigeres Pricing" ist nur kurzfristig ein Vorteil. Brauchst schon einen echten USP.

Falls du doch startest: Bau minimal an, teste schnell und pivot notfalls. Bei dem Wetter jetzt ist sowieso die beste Zeit für neue Projekte! 🙂


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