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Praxischeck: Welche Methoden nutzt ihr bei ersten Kundengesprächen?

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ThomasK
Beiträge: 13
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(@thomask)
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Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#21]

Hi zusammen,

ich beschäftige mich seit Monaten mit Design Thinking, Lean Startup und Jobs-to-be-Done Framework und hab schon einiges gelesen. Auf dem Papier klingt alles super logisch, aber ich komme nicht so recht vom Fleck.

Mein Problem: Ich hänge immer noch zu sehr in der Theorie fest. Ich kann stundenlang Personas entwickeln (Design Thinking), MVP-Prototypen skizzieren (Lean) oder Jobs-to-be-Done Interviews vorbereiten - aber wenn es dann ans erste richtige Kundengespräch geht, fühle ich mich trotzdem unsicher.

Jetzt wo das Wetter endlich besser wird und die Leute wieder draußen sind, dachte ich, es wäre ein guter Zeitpunkt für erste echte Gespräche. Hab auch schon einige potenzielle Kunden identifiziert, die ich ansprechen könnte.

Meine Frage an euch: Welche dieser Methoden habt ihr wirklich in der Praxis getestet? Was funktioniert bei euch am besten für die allerersten Kundengespräche? Startet ihr mit Design Thinking Empathy Maps, macht ihr direkt Lean-Style Problem-Solution-Fit Interviews oder geht ihr gleich in Richtung Jobs-to-be-Done?

Wäre super dankbar für eure praktischen Erfahrungen, weniger für weitere Theorie 😉

Danke!


3 Antworten
Helmut B.
Beiträge: 5
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(@helmut_1951)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Mein lieber ThomasK, nach über 40 Jahren im Geschäft kann ich dir sagen: Die beste Methode ist immer noch das gute alte Zuhören.

Alle diese fancy Frameworks sind schön und gut, aber am Ende geht es darum, dass du verstehst, was deine Kunden wirklich brauchen. Ich hab schon Gründer gesehen, die sich in diesen Methoden verloren haben und dabei den Blick fürs Wesentliche verloren.

Mein Rat: Geh raus, rede mit den Leuten und stelle einfache Fragen. Was ärgert sie? Was kostet sie Zeit? Wo geben sie Geld aus, obwohl sie es nicht wollen? Das sind die goldenen Nuggets, nicht die perfekte Persona oder das schönste MVP.


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SteuerfucHS29
Beiträge: 8
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(@steuerfuchs29)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich bin ja eher der pragmatische Typ - in der Praxis mische ich alle drei Ansätze, je nach Situation. Bei B2B-Kunden funktioniert Jobs-to-be-Done am besten, weil die Leute konkrete Probleme haben die sie lösen müssen. Da kannst du direkt fragen: Was versuchen Sie zu erreichen? Was hindert Sie daran?

Design Thinking ist gut für Consumer-Sachen, aber ehrlich gesagt meist zu aufwendig für erste Gespräche. Lean Startup... naja, das MVP-Konzept ist gut, aber manchmal baut man zu früh.

Mein Tipp: Fang einfach mit offenen Fragen an, ohne dich zu sehr auf eine Methode festzulegen.


Antwort
Sabine89
Beiträge: 11
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(@sabine89)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hey ThomasK! Ich kenne das Problem gut - hatte ich bei meiner letzten Idee auch.

Bei mir hat sich eine Mischung bewährt: Ich starte immer mit Jobs-to-be-Done, weil das die konkretesten Insights liefert. Die Leute können dir viel besser erzählen, was sie erreichen wollen, als was sie sich wünschen würden.

Design Thinking nutze ich eher intern zur Strukturierung meiner Gedanken. Und Lean kommt dann später, wenn ich wirklich validieren will.

Für die ersten Gespräche: Weniger ist mehr! 3-4 offene Fragen reichen völlig. Die Leute sollen erzählen, nicht deine Lösung bewerten.


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