Hi zusammen,
ich bin Lisa und relativ neu hier im Forum. Komme aus dem Social Media Marketing und arbeite gerade an einer B2B-Lösung für Content-Automatisierung.
Mein Problem: Ich führe aktuell viele Gespräche mit Marketing-Leitern größerer Unternehmen. Die Gespräche laufen super, alle finden die Idee toll und wollen mehr Details. Aber wenn's dann um konkrete nächste Schritte geht, wird's oft schwammig.
Ich will nicht direkt nach dem Budget fragen - das wirkt zu plump. Aber ich merke, dass ich viel Zeit in Leads investiere, die vielleicht gar keine Entscheidungsbefugnis oder kein Budget haben.
Gerade jetzt im Mai, wo viele Firmen ihre Sommerplanung machen und Budgets für Q3/Q4 verteilen, wäre es ideal, die richtigen Signale zu erkennen.
Wie findet ihr raus, ob da wirklich Budget und Entscheidungskraft dahinter steckt? Gibt es subtile Fragen oder Indikatoren, auf die ich achten sollte? Bin für jeden Praxistipp dankbar!
LG Lisa
Hi Lisa,
verstehe dein Problem gut. Aber mal ehrlich - die meisten "subtilen" Fragen sind auch nur Marketing-Blabla. Aus 15 Jahren Erfahrung kann ich dir sagen: Du musst direkt werden, aber smart.
Statt nach Budget zu fragen, frag konkret: "Für ein Projekt dieser Größenordnung rechnen Unternehmen meist mit X-Y€ - liegt das in eurem Planungsrahmen?" Das ist ehrlich und spart beiden Seiten Zeit.
Noch wichtiger: Hör auf die Timeline-Signale. Wenn jemand sagt "interessant für nächstes Jahr", hat er meist kein Budget. Echte Buyer reden in Quartalen oder haben schon interne Deadlines.
Ein Trick: Frag nach dem Approval-Prozess. "Wie sehen bei euch typischerweise die nächsten Schritte aus bei solchen Tools?" Wer nur rumeiert oder "muss ich mal schauen" sagt, hat keine Ahnung vom internen Prozess.
Lass dich nicht von der ganzen "consultative selling" Geschichte verwirren. Zeit ist Geld - deins und deren. Qualifizier hart, auch wenn's unbequem ist.
Viel Erfolg!
Dieter