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Finanzierungsrunde vs. Eigenkapital-Start: 50k reichen für Skalierung?

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Sabine89
Beiträge: 14
Themenstarter
(@sabine89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#47]

Hi zusammen,

stehe gerade vor einer wichtigen Entscheidung und würde gerne eure Meinung hören. Habe eine SaaS-Idee für kleine Handwerksbetriebe entwickelt (Terminbuchung + Rechnungsstellung) und 50k Eigenkapital zur Verfügung.

Jetzt bin ich am Überlegen: Soll ich mit den 50k selbst starten oder doch lieber eine richtige Finanzierungsrunde machen? Ein Bekannter aus der Tech-Szene meint, dass 50k heute fast nichts mehr sind für Software-Entwicklung + Marketing, vor allem wenn man im Sommer starten will wo viele Handwerker eh wenig Zeit für neue Tools haben.

Andererseits reizt mich die komplette Kontrolle über mein Baby. Keine Investoren die reinreden, eigenes Tempo, eigene Entscheidungen. Aber reichen 50k wirklich aus? Muss ja auch von irgendwas leben die nächsten 12-18 Monate...

Habt ihr Erfahrungen damit gemacht? Würdet ihr mit dem Budget direkt durchstarten oder erst mal richtig Geld einsammeln? Bin 34, hab schon mal ein kleines Online-Business gehabt (erfolgreich verkauft), aber bei Software ist das nochmal eine andere Liga.

Freue mich auf eure Insights!

LG
Sabine


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3 Antworten
Thomas M.
Beiträge: 3
(@thomas-meyer)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Sehe ich anders als die Vorredner. 50k klingt zwar viel, aber in der Software-Entwicklung ist das schnell weg. Allein ein guter Entwickler kostet dich 5-8k im Monat, Marketing kommt noch dazu, und dann musst du auch noch leben.

Handwerker sind eine sehr konservative Zielgruppe - da brauchst du einen langen Atem und viel Geduld für die Marktdurchdringung. Würde definitiv erst eine ordentliche Finanzierungsrunde machen, sonst gehst du das Risiko ein nach 8 Monaten pleite zu sein, obwohl das Produkt eigentlich gut ankommt. Lieber 20% von einem erfolgreichen Unternehmen als 100% von einem gescheiterten.


Antwort
Sabine H.
Beiträge: 3
(@s-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kann Marcus nur beipflichten - bootstrap first! 50k sind mehr als ausreichend für einen soliden Start, wenn man es klug angeht. Ich würde das Budget etwa so aufteilen: 15-20k für Entwicklung (falls du outsourcen musst), 10k für die ersten Marketing-Experimente, 20k als persönlichen Puffer für 6-8 Monate.

Der große Vorteil: Du behältst 100% der Anteile und lernst dein Business richtig kennen, bevor externe Investoren mitreden. Gerade bei Remote Team aufbau kann man heute sehr cost-efficient arbeiten. Wenn du dann nach 12 Monaten zeigen kannst, dass das Konzept funktioniert, bekommst du viel bessere Konditionen bei Investoren.


Antwort
Marcus92
Beiträge: 18
(@marcus92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Sabine! Ich würd erstmal mit den 50k anfangen ehrlich gesagt. Hab damals auch mit ähnlichem Budget gestartet und bin gut gefahren damit. Du kannst erstmal ein MVP bauen lassen (oder selbst wenn du programmieren kannst) und schauen ob die Handwerker wirklich anbeißen. Falls ja, hast du dann richtig gute Zahlen für ne Finanzierungsrunde.

Der Punkt mit dem Sommer stimmt allerdings - hab ich auch schon gehört dass viele Branchen da weniger experimentierfreudig sind. Vielleicht könntest du die Zeit nutzen um das Produkt zu perfektionieren und im Herbst richtig loszulegen?


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