Hallo zusammen,
ich sitze gerade in der Sommerpause und grübel über meine SaaS-Idee. Ich wollte eigentlich ein Tool für Projektmanagement in kleinen Teams bauen - nicht so komplex wie Jira, aber mehr als simple To-Do-Listen.
Nun hab ich recherchiert und festgestellt: Es gibt bereits mindestens 20 ähnliche Tools. Von Asana über Monday.com bis hin zu kleineren Nischenlösungen. Gefühlt jede Woche kommt was Neues dazu.
Mein ursprünglicher Plan war, das Tool speziell für Freelancer-Teams zu optimieren, die remote arbeiten. Aber auch da gibt's schon einige Anbieter.
Jetzt bin ich hin- und hergerissen:
1. Trotzdem durchziehen - der Markt ist groß genug und vielleicht finde ich noch ne Nische
2. Komplett pivoten zu einer anderen Idee
3. Das Konzept so umdenken, dass es wirklich was Neues wird
Was würdet ihr machen? Habt ihr Erfahrungen mit überfüllten Märkten? Manchmal denke ich, dass erfolgreiche SaaS-Gründer einfach besser execution haben, auch wenn die Grundidee nicht neu ist.
Würde mich über eure Meinungen freuen!
Gruß
bKVPioneer29
Kann Harald verstehen, aber sehe das anders. Gerade bei PM-Tools ist oft das Problem, dass sie entweder zu komplex oder zu simpel sind.
Wenn du wirklich was für Freelancer-Teams machst, könnte das funktionieren. Die haben oft andere Anforderungen als Konzerne - flexiblere Abrechnung, einfachere Zeiterfassung, weniger Overhead.
Mein Vorschlag: Bau erstmal nen groben Prototyp und teste den mit echten Freelancern. Wenn die Leute bereit sind, von ihrem aktuellen Tool zu wechseln, hast du was. Falls nicht, dann pivot.
Execution schlägt Originalität fast immer.
Also ehrlich gesagt würd ich das lassen. 20 Konkurrenten bedeutet auch 20x mehr Marketing-Budget als du hast. Da kommst du als Einzelkämpfer nicht gegen an.
Hi bKVPioneer29,
aus meiner Sicht ist ein überfüllter Markt nicht automatisch ein No-Go. Im Gegenteil - er zeigt, dass Bedarf da ist. Die Frage ist eher: Wo genau liegt dein Mehrwert?
Ich hatte hier im Forum schon mal über ähnliche Überlegungen geschrieben. Bei SaaS kommt es oft auf Details an: bessere UX, spezifische Integrations, oder einfach besseren Support.
Mein Tipp: Sprich erstmal mit 10-15 potenziellen Kunden aus deiner Zielgruppe (Freelancer-Teams). Was nervt sie an den bestehenden Lösungen? Wo sind echte Pain Points? Wenn du da was Konkretes findest, hast du schon mal einen Ansatzpunkt.
Pivoten kannst du immer noch, aber wirf nicht vorschnell was weg, nur weil der Markt nicht leer ist.
VG
S.Wagner