Hi zusammen!
Ich bin Sarah und relativ neu hier im Forum. Aktuell stehe ich vor einer wichtigen Entscheidung für unser Startup im Bereich betriebliche Krankenversicherung. Wir wollen international expandieren, speziell nach Österreich und in die Schweiz.
Nun die große Frage: Soll ich ein Remote-Team in Osteuropa aufbauen (Polen oder Tschechien) oder doch lieber direkt vor Ort in den Zielmärkten eine kleine Niederlassung gründen?
Bei B2B-Sales ist ja Vertrauen extrem wichtig, gerade wenn es um Gesundheitsthemen geht. Andererseits sind die Kosten für ein Remote-Team natürlich deutlich niedriger. Nach dem harten Winter haben wir jetzt endlich wieder Luft zum Atmen und können in die Expansion investieren.
Meine Überlegungen:
- Remote: günstiger, flexibler, aber kulturelle/sprachliche Hürden
- Lokal: teurer, aber näher am Kunden, besseres Verständnis für lokale Gegebenheiten
Wer von euch hat Erfahrungen gemacht? Besonders im DACH-Raum? Wie wichtig ist die physische Präsenz wirklich noch in 2026?
Danke schon mal für eure Inputs!
Hi Sarah,
aus meiner Erfahrung würde ich dir bei dem Thema betriebliche Krankenversicherung ganz klar zur lokalen Präsenz raten. Ich hab das remote Modell mehrfach versucht, aber gerade im Healthcare-B2B ist das persönliche Vertrauen einfach entscheidend.
Die Entscheider in österreichischen und schweizer Unternehmen sind noch sehr traditionell geprägt - ein lokaler Ansprechpartner mit perfekten Deutschkenntnissen und Verständnis für die regulatorischen Besonderheiten ist gold wert. Gerade in der Schweiz mit ihren speziellen Krankenversicherungsregelungen kommst du mit einem Remote-Team aus Polen schwer weiter.
Mein Tipp: Fang klein an, such dir einen erfahrenen Sales-Menschen vor Ort als ersten Mitarbeiter. Kostet mehr, aber die Conversion-Rate wird deutlich höher sein. Die gesparten Kosten beim Remote-Team holst du durch bessere Abschlussquoten easy wieder rein.
In tech-lastigen B2B Bereichen würde ich anders antworten, aber Healthcare ist einfach noch sehr beziehungslastig.
Andreas