Ich stelle mir gerade eine fundamental wichtige Frage bei unserer Expansion nach Spanien und Italien: Wie haltet ihr es mit der Lokalisierung von Produktnamen, Slogans und Claims?
Wir haben in Deutschland einen ziemlich griffigen Produktnamen und einen Claim, der hier super funktioniert. Aber direkt übersetzt klingt das im Spanischen... naja, sagen wir mal unglücklich. Im Italienischen geht's noch, aber der emotionale Punch ist weg.
Die Marketing-Agentur vor Ort empfiehlt komplette Neuerfindung - kostet aber ordentlich und birgt das Risiko, dass wir die Brand-Recognition verlieren. Andererseits habe ich schon zu oft gesehen, wie deutsche Unternehmen mit 1:1-Übersetzungen auf die Nase gefallen sind.
Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr schon mal komplett neue Namen/Claims für andere Märkte entwickelt? Oder funktioniert die Standardisierung doch besser als gedacht?
Bin besonders gespannt auf konkrete Zahlen - ROI, Marktdurchdringung etc. Die üblichen Marketing-Mythen kenne ich zur Genüge.
Aus technischer Sicht würde ich euch raten: Macht erstmal eine ordentliche Analyse statt direkt auf teure Agenturen zu hören.
Wir hatten ein ähnliches Problem bei der Expansion nach Frankreich. Haben damals mit lokalen Fokusgruppen getestet - war deutlich günstiger als komplette Neuentwicklung. Ergebnis: Der Produktname ging 1:1, aber der Claim musste komplett neu, weil die kulturellen Assoziationen völlig anders waren.
Die "Brand Recognition" Angst ist oft übertrieben, besonders wenn ihr in den neuen Märkten eh bei null anfangt. Coca Cola heißt ja auch nicht überall gleich - die machen's schon richtig.
Mein Tipp: Testet beide Varianten mit kleineren Budgets über Google Ads oder Facebook in den Zielmärkten. Nach 2-3 Wochen habt ihr echte Zahlen statt Marketing-Gefasel. Kostet vielleicht 2-3k Euro, aber spart euch potentiell 50k für die falsche Entscheidung.
Die meisten Agenturen übertreiben gerne die Komplexität - ist halt ihr Geschäftsmodell.