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Remote-Teams und bKV: Geht das überhaupt sinnvoll?

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SteuerfucHS29
Beiträge: 11
Themenstarter
(@steuerfuchs29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#48]

Hi zusammen,

ich plane gerade mein Fintech-Startup und beschäftige mich intensiv mit dem Thema Mitarbeiterbenefits – speziell aus steuerlicher Perspektive. Im Controlling sehe ich täglich, wie viel Potenzial in gut strukturierten Sachbezügen steckt.

Meine Frage: Macht eine betriebliche Krankenversicherung für ein komplett remote-basiertes Team überhaupt wirtschaftlichen Sinn? Ich denke da an 8-10 Leute, verteilt über Deutschland (und eventuell später EU).

Das Problem, das ich sehe: Bei klassischen bKV-Anbietern brauchst du ja eine gewisse Mindestanzahl, und viele Tarife sind auf "physische Betriebsstätten" optimiert. Remote-Teams sind flexibler, aber irgendwie fühle ich mich bei bKV-Gesprächen immer wie in den 90ern.

Alternativ: Könnte ein Gesundheitsbudget (wo jeder Mitarbeiter selbst entscheidet, wie er/sie es nutzt) sinnvoller sein? Oder bin ich da zu idealistisch und sollte ich doch klassisch planen?

Interessiert mich auch, ob die Anbieter da überhaupt noch flexibel sind oder ob das "All-or-Nothing" ist.

Danke für ehrliche Erfahrungen!


4 Antworten
Heinrich K.
Beiträge: 4
(@heinrich_52)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

SteuerfucHS29, genau das Thema haben wir bei meiner früheren Expansion auch diskutiert – siehe auch "Jobräder vs. kleine Dienstwagen". Die Regel war: Unter 15 MA ist der administrative Overhead bei bKV oft höher als der Benefit. Das hat sich in den letzten Jahren auch nicht wirklich geändert. Mein Rat: erst auf ~20 MA hochfahren, dann überhaupt erst überlegen.


Antwort
LisaK
Beiträge: 2
(@lisak)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Interessante Frage! Ich beschäftige mich ja auch gerade mit Zielgruppen und deren Bedürfnissen – und bei deinem Remote-Team würde ich erst mal klären: Was wünschen sich deine zukünftigen Mitarbeiter überhaupt? Vielleicht fragst du gezielt in deiner Zielgruppe nach, bevor du dich auf ein System festlegst. Dann weißt du, ob bKV oder Gesundheitsbudget wirklich ankommt.


Antwort
Werner6882
Beiträge: 2
(@werner6882)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Aus meiner Erfahrung heraus: bKV ist für remote-basierte Teams rechtlich und betriebswirtschaftlich deutlich komplexer als für Büro-Teams. Die Versicherer haben oft unterschiedliche Regelungen je nach Betriebsstättenstatus, und bei internationaler Expansion wird es sehr knifflig. Für dein Fintech würde ich eher ein Gesundheitsbudget plus Empfehlungspartner (digitale Krankenversicherung, Zahnzusatz optional) anschauen. Steuerlich sauberer und flexibler. Gerne offline drüber sprechen, wenn du magst.


Antwort
Markus87
Beiträge: 1
(@markus87)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das ist ein kluger Gedanke. Aus Angel-Investing-Perspektive: Investoren schauen sehr genau auf Mitarbeiterbenefits und deren Skalierbarkeit. Wenn du von Anfang an ein System wählst, das mit dir von 8 auf 80 Mitarbeiter skaliert, ohne jedes Mal eine neue Infrastruktur aufzubauen, gewinnt das im Pitch. Klassische bKV ist da leider relativ unflexibel. Ein modulares Gesundheitsbudget-System sieht investor-seitig schlank aus und lässt sich später erweitern. Nur mal so als Gedanke vom anderen Ende gedacht.


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