Hallo zusammen,
erstmal zur Situation: Ich bin gerade mit 47 aus der Angestelltentätigkeit ausgestiegen und habe mein erstes Startup gegründet. Die nächsten 5-10 Jahre werden intensiv, das ist mir klar. Aber ehrlich gesagt macht mir die Altersversorgung langsam Kopfzerbrechen.
Meine bisherige betriebliche Altersvorsorge (bAV) läuft aus, die Rentenlücke wird durch die Gründung definitiv größer. Gleichzeitig kann ich jetzt natürlich nicht viel zur Seite legen – das Geld brauche ich für den Aufbau.
Meine Frage: Wie gehen andere Gründer in meiner Situation damit um? Gibt es einen sinnvollen Weg, parallel zur Startup-Phase wenigstens eine Mindest-Altersversorgung zu strukturieren, ohne die Liquidität zu gefährden? Oder sollte ich das Thema einfach ruhen lassen, bis das Startup profitabel ist?
Freue mich über ehrliche Perspektiven – auch wenn sie unbequem sind.
Sandra_78 hier – ich kenne das Thema aus meiner ersten Gründung. Meine Erkenntnis: Mit 47 solltest du die Versicherungsseite nicht vernachlässigen, besonders Berufsunfähigkeit. Das ist günstiger als später und schützt dich vor dem worst case. Die Vermögensaufbau-Frage kann warten, bis der Startup die ersten echten Gewinne macht. Danach fällt es viel leichter, strukturiert zu denken.
Stefan H. hier. Ich sitze da ähnlich, bin aber etwas älter und habe vorher noch in der Automobilindustrie gekürzt. Meine Strategie: Ich hab mir selbst eine minimale Rücklagen-Quote gesetzt – monatlich 200-300€, mehr nicht. Geht auf ein separates Depot, ist psychologisch wichtig und zeigt, dass es geht. Bei guter Gründung dann später deutlich erhöhen. Die bAV braucht dich nicht zu nerven, solange du eine Basis-Versicherung hast.