Hey zusammen, ich stehe gerade am Anfang mit meiner SaaS-Gründung und mach das ohne externe Investoren - reines Bootstrapping. Klar, das heißt: kein regelmäßiges Gehalt, keine gesetzliche RV, alles noch sehr früh.
Meine Frage: Macht es Sinn, jetzt schon parallel zur Gründung irgendeine Form von Altersvorsorge zu starten, oder sollte ich wirklich ALLES in die SaaS reinpumpen? Ich bin erst Anfang 30, also noch Zeit, aber andererseits... wenn ich jetzt nichts beiseite lege und die Gründung braucht länger zum Profitieren als gedacht, sitz ich am Ende ohne Rücklagen da.
Wie haben das andere Bootstrapper gelöst? Habt ihr parallel ETFs/Depot aufgebaut oder erst nach der Profitabilität? Und: Gibt es da Steuerfallen als Einzelunternehmer, die ich beachten muss? Würde gerne von erfahrenen Gründern lernen, die ähnliche Situationen durch haben.
Tobias M., ich würde da ehrlich sagen: ein kleiner Notgroschen gehört trotzdem auf die Seite. Nicht, weil ich pessimistisch bin, sondern weil ich in meiner Zeit als PM gesehen hab, wie lange valide Geschäftsideen manchmal brauchen, bis sie renditiert.
Meine Daumenregel: wenn die SaaS läuft und du erste stabile Einnahmen hast, dann regelmäßig einen fixen Prozentsatz (sagen wir 10-15%) in ETFs. Das muss nicht viel sein, aber regelmäßigkeit schlägt Volumen.
Zur Steuerfalle: Solange du als Einzelunternehmer unter der Besteuerunggrenze bleibst, brauchst du dich da nicht verrückt machen. Aber bei höheren Gewinnen wird's relevant. Vielleicht mal mit nem Steuerberater durchsprechen, muss ja nicht teuer sein.
Der psychologische Effekt ist aber unterschätzt – wenn du weißt, dass du ne kleine Rücklage hast, sparst du unterm Druck bessere Entscheidungen. Nicht alles oder nix, sondern beide Seiten bewässern.