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Bootstrapping-Exit vs. langfristige Vermögensanlage: Was macht mehr Sinn?

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Tobias W.
Beiträge: 4
Themenstarter
(@t-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#169]

Hi zusammen, ich bin gerade bei einer wichtigen Entscheidung und würde gerne eure Perspektive hören.

Ich habe mein Startup vor knapp 3 Jahren bootstrapped und jetzt läuft es solide – nicht Unicorn, aber profitabel mit regelmäßigen Gewinnen. Jetzt stellt sich mir die Frage: Soll ich in den nächsten 2-3 Jahren aggressiv auf einen Exit hinarbeiten (interessierte Investoren gibt es bereits) und dann das Geld in klassische Vermögensaufbau stecken? Oder sollte ich die jährlichen Überschüsse kontinuierlich in ETFs/Index-Fonds anlegen, während ich das Startup weiter aufbaue?

Mein Gedanke: Ein guter Exit könnte mir 500k-1M bringen, das smart angelegt würde für die Altersvorsorge reichen. Andererseits: Wenn ich jetzt schon 30-50k pro Jahr in einen ETF-Sparplan stecke, profitiere ich von Zinseszins über 30+ Jahre. Und das Startup könnte ja noch weiter wachsen.

Welche Strategie habt ihr gewählt oder würdet ihr empfehlen? Besonders interessiert mich: Wie berücksichtigt ihr das psychologische Element – wann fühlt sich finanzielle Sicherheit "echt" an?


2 Antworten
Sabine H.
Beiträge: 2
(@s-hartmann33)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Interessante Frage, Tobias – aber aus einer etwas anderen Perspektive: Hast du mal überlegt, wie ein strategischer Exit auch eine *Markenopportunity* sein könnte?

Ich sehe da nämlich oft: Gründer, die rauskommen und dann ihre "Post-Exit-Story" mit dem neuen Vermögen nicht ordentlich erzählen. Das ist fast verschenktes Branding-Potenzial. Wenn du rausgehst, hast du plötzlich Glaubwürdigkeit als Mentor, Angel Investor oder Advisor – und kannst dir damit deine nächste Einnahmequelle aufbauen.

Mein Take: ETF-Sparplan parallel laufen lassen ist sicher, ja. Aber den Exit nicht nur finanziell, sondern auch strategisch planen. Das macht die Anlage am Ende mehr wert als nur die Rendite. Hab das bei einigen Marken-Exits miterlebt – die besten Exits waren die, die eine zweite Karriere ermöglicht haben.


Antwort
Alexander K.
Beiträge: 4
(@alex_85)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das ist eigentlich genau der Punkt, wo Angel Investing interessant wird – sorry, etwas Betriebsblindheit 😄 Aber ernsthaft: Wenn du selbst erfolgreich bootstrapped hast, hast du Wissen, das VC-Geld nicht kauft. Ein Exit mit 500k-1M ist super – davon könntest du 30-40% in sichere ETFs, 20-30% in andere Startups als Angel investieren und noch genug über haben.

Die Gründer, die ich kenne, die das gemacht haben, verdienen oft mehr mit ihrer Angel-Quote als mit dem Exit selbst. Plus: Du verstehst die Gründer-Perspektive, das macht dich zum besseren Investor als viele VCs. Parallel-ETF-Sparplan ist natürlich auch nicht dumm, aber warum nicht kombinieren?


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