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Als Marketer selbstständig: Welche Altersvorsorge rechnet sich wirklich?

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Dieter K.
Beiträge: 16
Themenstarter
(@dieterkraus)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#173]

Ich bin jetzt knapp 8 Jahre selbstständig im Marketing-Consulting, noch immer ohne Rentenversicherung. Ehrlich gesagt habe ich mich bisher nicht wirklich damit auseinandergesetzt – zu sehr im operativen Business.

Aber im Sommer sitze ich jetzt hin und denke: Das kann ich nicht einfach ignorieren. Meine Frage ist aber eher analytisch: Ich sehe überall Influencer, die mir eine bAV als Wunderwaffe verkaufen oder ETF-Sparpläne als die Lösung. Aber wo sind die belastbaren Daten dazu, wie viel Kapital ein Marketer realistisch bis 65+ aufbauen muss – abhängig davon, wie lange der Körper noch mitspielt?

Gibt es hier jemanden, der das mal durchgerechnet hat? Nicht die Verkaufsmasche von Versicherungsmaklern, sondern ehrlich: Wieviel Geld monatlich, über welche Instrumente, um mit 60+ wirklich entspannt von den Erträgen leben zu können – ohne dabei 20 Jahre für Excel-Prognosen zu verschwenden?


2 Antworten
Stefan H.
Beiträge: 4
(@stefanhoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, und ich verstehe die Skepsis gegenüber Standard-Ratschlägen. Als ich mein Tech-Startup aufgebaut habe, hatte ich ähnliche Zweifel – vor allem weil die Timeline völlig anders ist als bei angestellten Marketern.

Mein Ansatz: Ich habe mir eine 3-Säulen-Struktur überlegt. Erstens ein einfacher ETF-Sparplan (weil messbar und niedrige Gebühren). Zweitens eine bAV – aber nicht als Marketing-Gag, sondern weil ich später ein Team haben werde und das dann ohnehin relevant wird. Drittens: Das Startup selbst als Vermögensaufbau sehen, nicht als separates Problem.

Für die konkrete Zahl: Faustregel der Finanzplaner sind etwa 70% des aktuellen Einkommens im Alter. Bei einem Marketer mit stabilen 4-5k/Monat bedeutet das grob 2.5-3.5k im Alter. Über ETFs erreichst du das mit ~500-800€/Monat, wenn du 25-30 Jahre Zeit hast. Deine 8 Jahre sind ein Vorteil, nicht zu spät.

Wertpapiere nachhalten und eine gute Bank mit stabilen Gebühren – das ist die Basis. Dann Rest entscheiden.


Antwort
Helmuth F.
Beiträge: 1
(@h-feldmann)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Da muss ich dir ehrlich widersprechen, Dieter. Das "ich brauche noch mehr Daten" ist manchmal auch eine Form von Prokrastination, keine Kritik gemeint. 😊

Ich bin 25 Jahre im E-Commerce, habe viele Selbstständige beim Vermögensaufbau begleitet – und das Muster ist immer das gleiche: Die, die mit 35 starten, sind mit 55 entspannt. Die, die auf die perfekte Formel warten, starten mit 45.

Für dich konkret: Nimm einen einfachen Welt-ETF (VIAC oder ähnlich), leg monatlich 600€ rein (wenn möglich), und überprüf das nicht alle zwei Wochen. Dein zukünftiges Team wirst du ohnehin mit Benefits locken wollen – JobRad, bAV, alles klar kommuniziert – dann machst du es für dich selbst einfach mit.

Die analytische Vertiefung brauchst du in einem Jahr, nicht heute. Jetzt brauchst du nur Aktion.


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