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ETF-Sparplan nebenbei laufen lassen während Shopaufbau?

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Lisa K.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@lisak)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#104]

Hallo zusammen, ich bin Lisa und relativ neu hier im Forum. Ich plane gerade meinen Online-Shop für nachhaltige Kosmetik und stecke noch tief in der Konzeptphase – Marktanalyse, Zielgruppen, das ganze Programm. Finanziell läuft bei mir noch alles über meinen alten Job, ich bin also noch nicht vollzeit-selbstständig.

Jetzt beschäftigt mich schon länger eine Frage, die irgendwie zwischen den Stühlen sitzt: Wann ist der richtige Zeitpunkt, einen ETF-Sparplan anzufangen? Ich meine – soll ich jetzt schon, solange ich noch Gehalt bekomme, mit kleinen Beträgen starten? Oder ist das sinnfrei, weil ich das Geld bald eh für den Shopaufbau brauchen werde?

Ich hab gelesen, dass viele Gründer empfehlen, möglichst früh mit der Altersvorsorge anzufangen, weil man als Selbstständige ja keine gesetzliche Rente hat (na ja, fast nicht). Gleichzeitig frage ich mich, ob es Sinn macht, 100-150€ monatlich in einen ETF zu stecken, wenn ich in vielleicht 6-12 Monaten Kapital für den Shop brauche.

Muss ich den Sparplan dann auflösen? Was passiert da steuerlich? Und gibt es überhaupt einen Unterschied, ob ich das jetzt im Sommer starte oder erst wenn der Shop läuft?

Ich weiß, das sind viele Fragen auf einmal, aber ich bin über jeden Erfahrungsbericht dankbar. Gerade weil ich das finanzielle Grundgerüst für die Gründung noch aufbaue, möchte ich da keine Fehler machen.


2 Antworten
Marcus B.
Beiträge: 2
(@scaleup_pro)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Stimme MarktProfi44 zu, würd das wirklich strikt trennen. Was du für den Shop brauchst, kommt nicht ins Depot.


Antwort
MarktProfi44
Beiträge: 16
(@marktprofi44)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurze Antwort zuerst: Wenn du das Geld in 6-12 Monaten für den Shop brauchst, ist ein ETF-Sparplan dafür das falsche Instrument. ETFs sind mittel- bis langfristig gedacht, nicht als Zwischenparkplatz für Startkapital.

Das heißt aber nicht, dass du gar nicht anfangen sollst – im Gegenteil. Ich würde das gedanklich sauber trennen: Was ist mein Shop-Budget (Tagesgeld, Festgeld, maximal risikoarm), und was ist mein langfristiger Altersvorsorge-Topf (da dann ETF).

Bei den Steuern: Wenn du nach weniger als einem Jahr verkaufst, zahlst du auf Gewinne die Abgeltungssteuer, das ist bei den kleinen Beträgen und dem kurzen Zeitraum aber eher ein theoretisches Problem – bei 150€/Monat über 10 Monate wird da kein riesiger Gewinn entstehen.

Das Wichtigste für dich als angehende Selbstständige: Fang früh an, aber mit einem Betrag, den du wirklich nicht anfasst. Auch 50€ im Monat sind besser als gar nichts. Ich hab in der Beratung oft erlebt, dass Leute Jahre damit warten, "bis es läuft" – und dann nie anfangen. Schau dir das ruhig mal an: Ich hab zum Thema Unternehmensform auch schonmal was geschrieben, weil die Struktur am Ende auch beeinflusst, wie du Altersvorsorge steuerlich optimieren kannst (UG haftungsbeschränkt vs GmbH - welche Steuervorteile ab welchem Umsatz?).


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