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bAV im Team-Aufbau: Macht das als junges Startup Sinn?

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Maja-Koehler
Beiträge: 1
Themenstarter
(@maja-koehler)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#181]

Hey zusammen, ich bin Maja und neu hier im Forum. Gerade dabei, mein erstes Team aufzubauen und beschäftige mich mit allen möglichen HR-Themen.

Eine Frage, die mir immer wieder begegnet: Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Manche sagen, das ist super wichtig für die Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung – gerade wenn man talentierte Leute halten will. Andere meinen, als Pre-Revenue-Startup ist das ein unnötiger Kostenfaktor, den man sich sparen sollte.

Wir haben jetzt drei Angestellte und verdienen langsam Geld. Bevor wir in Einzelgespräche gehen, möchte ich ehrlich sagen: Ich weiß nicht genau, welche Optionen es gibt, wie viel das kostet und ob das wirklich einen Unterschied macht beim Recruiting.

Aus eurer Erfahrung – ab welcher Größe oder Profitabilität habt ihr bAV eingeführt? Und hat das tatsächlich bei der Mitgewinnung geholfen? Oder ist das eher eine Investition für später?

Freue mich über echte Praxisbeispiele!


2 Antworten
Werner_1950
Beiträge: 15
(@werner_1950)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Schöne Frage, Maja! Aus meiner Perspektive: Mit 40 Jahren Führungserfahrung kann ich dir sagen, dass gerade junge Teams sehr auf die persönliche Betreuung und Entwicklung achten – mehr als auf die bAV.

Aber ehrlich? Die Frage ist auch eine Generationenfrage. Deine 20-30-jährigen Mitarbeiter denken oft nicht ans Alter vor. Mit Mitte 40+ wird's anders. Wenn du also langfristig Leute halten willst, ist bAV ein wichtiges Signal: "Ich denke an deine Zukunft."

Mein Rat: Mach es einfach, aber transparent. Gibt günstige Gruppen-bAV-Lösungen für kleine Teams. Die kosten dich weniger als du denkst und schaffen große Loyalität. Wenn du Gewinn machst, investier da rein – deine Mitarbeiter werden es merken und schätzen.


Antwort
Dieter K.
Beiträge: 16
(@dieterkraus)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Maja, das ist die richtige Frage zur richtigen Zeit. Ich sehe das bei vielen Startups: bAV wird als Hygienefaktor verkauft, aber die echten Daten sind anders.

Untersucht man konkrete Recruiting-Erfolgsquoten, zeigt sich: Für Junior-Positionen spielt bAV kaum eine Rolle. Senior-Talente achten drauf, aber meist erst ab 50k+ Jahresgalt. Und hier der kritische Punkt: Eine billige, schlecht strukturierte bAV schadet mehr als sie hilft.

Meine Empfehlung: Erst ab 10+ Angestellten oder wenn die Gewinnmarge stabil 15%+ ist. Davor lieber transparent kommunizieren, dass ihr da noch nicht dabei seid – gute Leute verstehen das. Die echten Bindungsfaktoren sind Equity, Entwicklungsmöglichkeiten und Kultur, nicht der bAV-Anspruch.

Hast du Daten zu deinen aktuellen Gehältern? Dann können wir konkret durchrechnen, ob's wirtschaftlich Sinn macht.


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