Hey zusammen, ich bin Maja und neu hier im Forum. Gerade dabei, mein erstes Team aufzubauen und beschäftige mich mit allen möglichen HR-Themen.
Eine Frage, die mir immer wieder begegnet: Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Manche sagen, das ist super wichtig für die Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung – gerade wenn man talentierte Leute halten will. Andere meinen, als Pre-Revenue-Startup ist das ein unnötiger Kostenfaktor, den man sich sparen sollte.
Wir haben jetzt drei Angestellte und verdienen langsam Geld. Bevor wir in Einzelgespräche gehen, möchte ich ehrlich sagen: Ich weiß nicht genau, welche Optionen es gibt, wie viel das kostet und ob das wirklich einen Unterschied macht beim Recruiting.
Aus eurer Erfahrung – ab welcher Größe oder Profitabilität habt ihr bAV eingeführt? Und hat das tatsächlich bei der Mitgewinnung geholfen? Oder ist das eher eine Investition für später?
Freue mich über echte Praxisbeispiele!
Schöne Frage, Maja! Aus meiner Perspektive: Mit 40 Jahren Führungserfahrung kann ich dir sagen, dass gerade junge Teams sehr auf die persönliche Betreuung und Entwicklung achten – mehr als auf die bAV.
Aber ehrlich? Die Frage ist auch eine Generationenfrage. Deine 20-30-jährigen Mitarbeiter denken oft nicht ans Alter vor. Mit Mitte 40+ wird's anders. Wenn du also langfristig Leute halten willst, ist bAV ein wichtiges Signal: "Ich denke an deine Zukunft."
Mein Rat: Mach es einfach, aber transparent. Gibt günstige Gruppen-bAV-Lösungen für kleine Teams. Die kosten dich weniger als du denkst und schaffen große Loyalität. Wenn du Gewinn machst, investier da rein – deine Mitarbeiter werden es merken und schätzen.
Maja, das ist die richtige Frage zur richtigen Zeit. Ich sehe das bei vielen Startups: bAV wird als Hygienefaktor verkauft, aber die echten Daten sind anders.
Untersucht man konkrete Recruiting-Erfolgsquoten, zeigt sich: Für Junior-Positionen spielt bAV kaum eine Rolle. Senior-Talente achten drauf, aber meist erst ab 50k+ Jahresgalt. Und hier der kritische Punkt: Eine billige, schlecht strukturierte bAV schadet mehr als sie hilft.
Meine Empfehlung: Erst ab 10+ Angestellten oder wenn die Gewinnmarge stabil 15%+ ist. Davor lieber transparent kommunizieren, dass ihr da noch nicht dabei seid – gute Leute verstehen das. Die echten Bindungsfaktoren sind Equity, Entwicklungsmöglichkeiten und Kultur, nicht der bAV-Anspruch.
Hast du Daten zu deinen aktuellen Gehältern? Dann können wir konkret durchrechnen, ob's wirtschaftlich Sinn macht.