Hallo zusammen,
ice bin gerade dabei, mein erstes Team aufzubauen und habe gemerkt, dass potenzielle Kandidaten immer häufiger nach betrieblicher Altersvorsorge fragen. Mir ist das ehrlich gesagt nicht ganz klar: Ist bAV in einem jungen Startup wirklich notwendig, um gute Leute zu gewinnen? Oder kann man das später noch einführen, wenn's finanziell besser läuft?
Ich selbst bin ja nach dieser langen Pause wieder ganz neu im Spiel und möchte von Anfang an verstehen, was meine zukünftigen Mitarbeiter wirklich erwarten und brauchen. Das gehört ja auch zur Zielgruppenanalyse, nicht nur für Kunden. Wie haben das andere gehandhabt? Gibt es da Unterschiede zwischen technischen und nicht-technischen Rollen? Und wie sieht das rechtlich aus – muss ich da was beachten?
Freue mich über praktische Erfahrungen und ehrliche Tipps.
bAV ist wichtig für die psychologische Stabilität älterer Mitarbeiter, aber bei eurem Aufbaustadium würde ich das aufschieben. Das Geld lieber direkt zahlen und die Leute können selbst anlegen – ist transparenter und flexibler. Später, wenn ihr profitable seid, macht's mehr Sinn.
Nach 40 Jahren Controlling kann ich dir sagen: Die bAV ist vor allem eine Kostenpost, die anfangs unprofitabel läuft. Administrativer Overhead, Versicherungsbeiträge, Buchhaltung – das rechnet sich erst ab 20+ Mitarbeitern. Bis dahin: Erhöhtes Gehalt statt bAV. Später könnt ihr es elegant einführen, wenn die Strukturen größer sind.
Sabine, guter Punkt. Ich bin ja auch gerade aus angestellter Welt raus und muss mich in diese Dinge einarbeiten. Meine Erfahrung aus der Automobilindustrie: bAV war dort standard, aber in frühen Startups habe ich das eher selten gesehen. Mein Rat wäre, das zunächst über Gehalt zu kompensieren, nicht durch bAV. Die administrativen Hürden sind größer als man denkt. Später, wenn ihr 10+ Leute habt, macht es finanziell mehr Sinn.
Bei uns im E-Commerce-Umfeld nutzen wir bAV tatsächlich als Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Startups. Aber fair gesagt: Das interessiert vor allem erfahrene Mitarbeiter, die älter als 35 sind. Junge Tech-Talente wollen flexibles Homeoffice, gutes Gehalt und Entwicklung – die bAV kommt auf Platz 5 der Prioritäten. Lohnt sich wahrscheinlich erst mit stabilem Cashflow.