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Schwieriges Thema: Gründungspartner trennen - wie macht man das richtig?

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ZahlenProfi52
Beiträge: 18
Themenstarter
(@zahlenprofi52)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#5]

Hey zusammen,

stehe vor einer echt schweren Entscheidung und brauch mal euren Rat. Haben vor 2 Jahren zu dritt ein FinTech gegründet, ich als CFO, zwei andere als CTO und CEO. Läuft auch ganz gut, erste Kunden da, Umsatz wächst langsam aber stetig.

Problem: Einer der Mitgründer (CEO) hat in letzter Zeit immer weniger Bock. Kommt zu spät zu Meetings, macht Zusagen nicht ein, bringt keine neuen Ideen mehr. Die Chemie stimmt auch nicht mehr so richtig. Wir anderen zwei ziehen praktisch das ganze Ding alleine durch.

Haben schon mehrmals Gespräche geführt, aber es ändert sich nichts. Er hat noch 33% Anteile und nen Geschäftsführerposten. Rechtlich haben wir zum Glück damals gute Verträge gemacht mit Vesting-Klauseln etc.

Wie trennt man sich denn respektvoll von einem Gründungspartner? Will das nicht eskalieren lassen, aber es geht so nicht weiter. Hat jemand von euch sowas schonmal durchgemacht? Worauf muss ich achten, damit das halbwegs glimpflich abläuft?

Danke schonmal für eure Hilfe!


3 Antworten
TobiasM.
Beiträge: 16
(@tobiasm)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Puh, das ist echt ne harte Situation. Hatte das vor 3 Jahren ähnlich, nur waren wir nur zu zweit. Am wichtigsten ist meiner Erfahrung nach: Das Gespräch unter vier Augen suchen, bevor ihr als Team gegen ihn vorgeht. Vielleicht steckt ja mehr dahinter - private Probleme, Burnout, whatever. Falls das nichts bringt: Klare Deadline setzen für Verbesserung und dann konsequent sein. Bei uns hat's am Ende nur über den Anwalt geklappt, war aber trotzdem fair gelaufen.


Antwort
KoopMeister67
Beiträge: 11
(@koopmeister67)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Schwierig! Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr eure Verträge nochmal genau durchgeht. Vesting-Klauseln sind super, aber schaut auch nach Good/Bad Leaver Regelungen. Dokumentiert alles was schief läuft - Emails, verpasste Deadlines, etc. Falls es hart auf hart kommt brauch ihr das. Mediator könnte auch ne Option sein, bevor ihr den Rechtsweg geht. Und redet aufjedenfall mit eurem Steuerberater wegen der Anteils-Rückübertragung.


Antwort
Gerhard_1952
Beiträge: 12
(@gerhard_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Nach 40 Jahren Berufserfahrung kann ich nur sagen: Solche Probleme lösen sich selten von alleine. Sie haben bereits mehrfach das Gespräch gesucht - das spricht für Sie. Wenn der Kollege nicht bereit ist, sich zu ändern, müssen Sie handeln. Das Unternehmen und die anderen Mitarbeiter haben Priorität. Lassen Sie sich rechtlich beraten, dokumentieren Sie alles sauber und führen Sie dann ein letztes, klares Gespräch mit Ultimatum. Manchmal ist eine saubere Trennung besser für alle Beteiligten, auch wenn es schmerzt.


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