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Wie trennt man sich respektvoll von einem Gründungspartner?

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TobiasM.
Beiträge: 16
Themenstarter
(@tobiasm)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#11]

Hey Leute, ich stecke in einer ziemlich schwierigen Situation und weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Wir sind zu dritt vor 8 Monaten mit unserer Startup-Idee gestartet - ein B2B SaaS Tool für kleine Handwerksbetriebe. Am Anfang waren wir alle super motiviert und haben viel Zeit investiert.

Jetzt ist es so, dass einer meiner beiden Co-Founder (nennen wir ihn mal Peter) in den letzten 3 Monaten immer weniger mitgemacht hat. Termine werden verschoben oder ganz abgesagt, bei wichtigen Entscheidungen ist er nicht dabei, und wenn doch mal was kommt, dann sind es meist nur Einwände ohne konstruktive Alternativen. Gleichzeitig hält er aber weiterhin seine 33% Anteile und will bei strategischen Entscheidungen mitreden.

Das Problem ist: Peter ist ein guter Freund von mir aus dem Studium. Ich will die Freundschaft nicht kaputt machen, aber so geht es auch nicht weiter. Der andere Partner und ich ziehen das Projekt praktisch alleine durch, während Peter vom Erfolg profitieren würde.

Habt ihr schon mal so eine Situation erlebt? Wie geht man das am besten an, ohne dass alles im Streit endet? Sollte man erst das persönliche Gespräch suchen oder direkt rechtliche Schritte einleiten?


3 Antworten
Marco-Steinberg
Beiträge: 21
(@marco-steinberg)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Oh Mann, das ist echt eine der schwierigsten Sachen beim Gründen. Ich hab auch schon ähnliche Threads hier gelesen und es ist leider sehr häufig.

Mein Rat: Dokumentiert erstmal alles. Wer wann was gemacht hat, wer bei welchen Meetings gefehlt hat, etc. Das braucht ihr später falls es rechtlich wird. Dann wie S.Hartmann sagt - offenes Gespräch, aber gut vorbereitet.

Wichtig ist auch: macht ihm klar dass es nicht persönlich ist, sondern ums Business geht. Vielleicht hat er ja auch private Probleme oder andere Gründe? Sometimes ist es auch nur eine Phase.

Falls er wirklich raus soll: Anwalt einschalten. Sowas ist zu wichtig für DIY-Lösungen.


Antwort
S.Hartmann
Beiträge: 8
(@s-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Schwierige Situation, kenne ich. Das Wichtigste ist: rechtzeitig handeln, bevor es noch schlimmer wird. Zuerst würde ich definitiv das offene Gespräch suchen - aber nicht nur zu zweit, sondern alle drei zusammen. Macht einen Termin und legt die Karten auf den Tisch. Sagt konkret was läuft und was ihr erwartet.

Falls das nichts bringt, müsst ihr in euren Gesellschaftsvertrag schauen. Habt ihr Good/Bad Leaver Klauseln drin? Falls nicht, wird's komplizierter. Oft hilft es, wenn der passive Partner selbst merkt, dass er nicht mehr richtig dabei ist und freiwillig aussteigt. Bietet ihm einen fairen Deal an - vielleicht kleinere Anteile gegen weniger Verpflichtungen oder kompletter Ausstieg mit einer kleinen Abfindung.

Und für die Zukunft: immer Vesting-Pläne vereinbaren. Anteile müssen erst über Zeit verdient werden.


Antwort
Stefan91
Beiträge: 17
(@stefan91)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Puh, kenne das Problem. Würd erstmal reden bevor ihr die große Keule rausholt.


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