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Equity vs. Gehalt bei Frühmitarbeitern - wie transparente Bewertung?

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Klaus_1952
Beiträge: 21
Themenstarter
(@klaus_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#24]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer praktischen Herausforderung, die mich aus meinen 40 Jahren Betriebsleitertätigkeit anders sehe als viele moderne Gründer diskutieren: Wie bewerte ich wirklich fair, was ein Frühmitarbeiter in den ersten 2-3 Jahren investiert?

Mein Ansatz war immer: klare Spielregeln von Anfang an. Aber bei Startups wirkt das manchmal zu starr. Ein potenzieller Co-Founder für mein aktuelles Projekt fragt nach einer Kombination - weniger Vollzeitgehalt (sagen wir 60% des Marktstandards), dafür 3-5% Equity. Das klingt fair, aber wie denke ich das zu Ende?

Was ich genau wissen möchte:
- Ab wann wird Equity überhaupt relevant für jemanden, der eher angestellt ist als Gründer?
- Wie dokumentiert man das rechtssicher, ohne einen Haufen Papier zu produzieren?
- Wie viele erfolgreiche Gründer hier haben ihre Frühmitarbeiter NICHT mit Equity motiviert - und warum?

Ich glaube, der Fehler ist oft, dass man Equity als Gehaltsersatz sieht, nicht als Langzeitbeteiligung. Eure Erfahrung würde mir helfen.


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8 Antworten
Ralf H.
Beiträge: 2
(@r-hoffmann18)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Bei uns im EdTech war das damals so: Ich hab mit meinem CTO anfangs auch diese Diskussion geführt. Am Ende haben wir uns auf ein vollständiges Gehalt geeinigt, aber dafür mit einer Exit-Beteiligung - nicht klassische Equity, eher eine Erfolgsbeteiligung ab Exit. Das hat besser funktioniert, weil er nicht JEDEN Monat spürt, dass er weniger verdient als woanders.

Was ich gelernt hab: Frühmitarbeiter sind keine Gründer. Sie brauchen Stabilität. Equity ist für sie eher ein nettes Zubrot, keine Motivation. Mach ihnen lieber ein solides Gehalt und vielleicht später ne Bonus-Struktur?


Antwort
ThomasK
Beiträge: 17
(@thomask)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Die ganze Equity-Diskussion ist überschätzt. Real talk: Du brauchst Menschen, die morgen zur Arbeit kommen und funktionieren. Zahlst du Vollgehalt und gutes Klima, motiviert dich das Team. Alles andere ist Annehmlichkeitstheorie.


Antwort
ClaudiaH
Beiträge: 30
(@claudiah)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Klaus, ich setze bei meinem neuen Projekt auch auf diesen Mix - und merk gerade, wie unterschiedlich Industrieerfahrene und "Digital Natives" das sehen. Meine Beobachtung: Frühmitarbeiter mit klassischem Hintergrund (wie du und ich) wollen eher Sicherheit. Equity ist für die abstakt.

Das wichtigere Gespräch ist: Was ist sein Job nach 2 Jahren? Wird er Senior, wird er führen? Wenn ja, dann hat die Equity später einen echten Sinn. Wenn nicht - warum dann Equity?


Antwort
Matthias89
Beiträge: 7
(@matthias89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kontrapunkt zu Sarah: Ich hab in 15 Jahren Personalführung gesehen, dass Equity bei Frühmitarbeitern oft zur toxischen Erwartungshaltung führt. Der Typ denkt "mir gehört jetzt was" und verhält sich wie ein Gründer - obwohl er nur angestellt sein wollte.

Mein Skeptiker-Rat: Sag klar nein zu Equity unter 10% (und dann auch nur für echte Co-Gründer). Nimm lieber höhere Gehälter und klare Rollen. Das hält Teams zusammen, nicht Versprechungen auf zukünftige Vermögenswerte, die wahrscheinlich nie materialisieren.


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