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KI-Tools im Recruiting: Welche lösen wirklich unser Zeit-Problem?

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Markus T.
Beiträge: 7
Themenstarter
(@markus89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#38]

Hallo zusammen,

ih bin Markus und arbeite tagsüber als Produktmanager, nebenbei baue ich mit nem Co-Founder an einer B2B-SaaS-Lösung. Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir die ersten zwei, drei Developer einstellen wollen – aber ohne dass ich selbst komplett im Recruiting versinke.

Ich sehe überall dieses Jahr neue KI-Tools für Recruiting: automatische CV-Screening, Skill-Matching, sogar erste Interview-Runden mit KI. Manche versprechen, dass man 80% der Bewerbungsflut gefiltert bekommt, andere wirken eher wie teure Gimmicks.

Meine Fragen: Welche Tools haben für euch beim Einstellungsprozess wirklich Zeit gespart? Ab welcher Teamgröße lohnt sich das Invest? Und – ehrlich gesagt – mache ich mir Sorgen, dass KI-Screening gute Kandidaten rausfiltert, die nicht ins Schema passen. Wie geht ihr damit um?

Wir bootstrappen gerade noch, also hat Budget Grenzen. Wäre interessant zu hören, was in eurem Setup funktioniert hat.


2 Antworten
Michael K.
Beiträge: 3
(@fintechmike33)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab mir für unser aktuelles Projekt auch ein, zwei Tools angeschaut – ehrlich gesagt bin ich da nicht überzeugt von den reinen KI-Screening-Tools. Was ich aber interessant finde: HR-Systeme wie Personio oder Factorial, die KI für Vorauswahl nutzen UND mit deiner Buchhaltung spiegeln können. Hatte ja früher geschrieben dazu.

Für Bootstrap-Startups: Spart euch das "Premium-KI-Recruiting" und macht stattdessen gezieltes LinkedIn-Sourcing selbst. Die 4-5 Bewerbungen, die ihr dadurch kriegt, prüft ihr persönlich durch. Qualität über Quantität. KI lohnt sich eher bei der Onboarding-Verwaltung und Datenfluss als beim reinen Screening.


Antwort
Werner M.
Beiträge: 0
(@werner5277)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Markus, gute Frage zum richtigen Zeitpunkt. Ich bin da ehrlich etwas skeptisch geworden in den letzten zwei Jahren. Was ich in meinen 25 Jahren HR-Arbeit gelernt habe: KI-Tools screening sind praktisch, aber sie funktionieren nur so gut wie die Eingabeparameter. Wenn du die Anforderungen unklar definierst, filtered die KI genauso unklar.

Bei kleinen Teams – und eure Gründungsphase ist genau das – würde ich anders vorgehen: Macht eine klare Skill- und Culture-fit-Matrix (3-5 echte Kriterien, nicht 20), nutzt dann LinkedIn mit den richtigen Suchfiltern, und die CV-Analyse macht ihr selbst oder mit nem Tool wie Personio. Das dauert für 2-3 Positionen ehrlich 4-6 Stunden insgesamt, nicht mehr.

Die teureren KI-Recruiting-Lösungen zahlen sich erst ab ca. 15-20 offenen Positionen parallel aus. Darunter macht ihr euer Geld besser mit gutem Copywriting und Netzwerk.

Was schützt vor False Negatives? Menschliche Intuition beim ersten Gespräch. Da spart keine KI Fehlgriffe.


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