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Daily Standups bei 3 Personen - ab wann macht agile Methodik Sinn?

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Stefan_78
Beiträge: 18
Themenstarter
(@stefan_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#8]

Hi zusammen,

wir sind gerade zu dritt in unserem Startup (ich als CTO, eine Entwicklerin und ein Designer) und ich frage mich, ob Daily Standups bei dieser Größe überhaupt Sinn machen oder ob das schon Richtung Micromanagement geht.

Bisher arbeiten wir sehr organisch - jeder weiß was zu tun ist, wir sitzen im selben Raum und sprechen sowieso den ganzen Tag miteinander. Aber ich lese überall, dass agile Methoden wichtig sind und man früh damit anfangen sollte.

Meine Entwicklerin meint, dass Standups bei 3 Leuten "Theater" sind und die Zeit besser genutzt werden könnte. Andererseits denke ich, dass wir uns jetzt schon die richtigen Gewohnheiten aneignen sollten, bevor das Team wächst.

Wie habt ihr das gemacht? Ab welcher Teamgröße haben agile Praktiken wie Standups, Retrospektiven etc. bei euch wirklich Mehrwert gebracht? Oder ist das auch bei kleinen Teams schon sinnvoll?

Danke für eure Erfahrungen!


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3 Antworten
Andreas91
Beiträge: 33
(@andreas91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hey Stefan!

Kann deine Entwicklerin gut verstehen. Wir hatten das gleiche Thema, als wir noch zu viert waren. Daily Standups haben sich bei uns erst ab 6-7 Leuten gelohnt.

Was bei uns funktioniert hat: Async Standups über Slack. Jeder schreibt kurz rein was er macht/Blocker hat, aber kein Meeting. Dauert 2 Minuten und man hat trotzdem den Überblick.

In nem anderen Thread ging's auch um Teamstrukturen - da hatten andere ähnliche Erfahrungen gemacht.

Mein Tipp: Probiert's einfach ne Woche aus und fragt dann das Team. Wenn alle genervt sind, lasst es bleiben.


Antwort
T.Bergmann
Beiträge: 18
(@t-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Stefan,

aus meiner Sicht macht ein Daily Standup erst ab 4-5 Personen wirklich Sinn, wenn man nicht mehr alles im direkten Gespräch mitbekommt. Bei 3 Leuten, die zusammensitzen, ist das meistens übertrieben.

Was ich aber empfehlen würde: Führt vielleicht 2x pro Woche kurze Check-ins ein, einfach um den Rhythmus zu etablieren. Das ist weniger aufdringlich als tägliche Meetings, aber ihr gewöhnt euch trotzdem an strukturierte Abstimmung.

Wichtig ist auch die Art der Arbeit - wenn ihr sehr interdependent arbeitet (einer wartet auf den anderen), dann können regelmäßige Abstimmungen schon früher wertvoll sein. Falls jeder größtenteils eigenständig arbeitet, reicht lockere Kommunikation.

Die Retrospektive würde ich aber auf jeden Fall schon einführen, auch zu dritt. Alle 2 Wochen 30 Minuten - das bringt meist sehr gute Erkenntnisse über Arbeitsweise und Zusammenarbeit.


Antwort
Klaus_1952
Beiträge: 21
(@klaus_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich sag mal so: In meinen 30 Jahren Berufserfahrung hab ich viele Trends kommen und gehen sehen. Agile ist nicht schlecht, aber man sollte es nicht übertreiben.

Bei 3 Leuten täglich Meeting machen? Das ist doch Quatsch. Ihr redet ja eh den ganzen Tag miteinander. Setzt euch lieber einmal die Woche zusammen und besprecht, was ansteht. Das reicht völlig.

Die ganzen Buzzwords sind schön und gut, aber am Ende zählt doch nur: Wird die Arbeit gemacht und sind alle zufrieden? Wenn ja, dann macht weiter wie bisher.


Antwort
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