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Recruiting ohne HR-Budget: LinkedIn Premium vs. persönliches Netzwerk?

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Klaus_1952
Beiträge: 21
Themenstarter
(@klaus_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#9]

Hallo zusammen,

stehe vor einem klassischen Startup-Dilemma: Brauche dringend einen Entwickler und eine Person für den Vertrieb, aber unser Budget ist noch sehr überschaubar. HR-Agentur können wir uns schlicht nicht leisten.

Jetzt überlege ich, wie ich am besten an qualifizierte Kandidaten komme. LinkedIn Premium kostet ja auch schon seine 60€ im Monat, Xing ist günstiger aber angeblich weniger international. Auf der anderen Seite höre ich immer wieder, dass die besten Leute sowieso über persönliche Empfehlungen kommen.

Meine Erfahrung bisher: Über normale Stellenanzeigen kommen hauptsächlich unpassende Bewerbungen rein. Das kostet mehr Zeit als es bringt.

Wer von euch hat schon mal erfolgreich ohne großes Budget rekrutiert? Was waren eure Erfahrungen mit den verschiedenen Plattformen? Lohnt sich LinkedIn Premium wirklich oder reicht das kostenlose Profil? Und wie aktiviert man am besten sein persönliches Netzwerk, ohne aufdringlich zu wirken?

Wäre sehr dankbar für eure Erfahrungen und Tipps!

Viele Grüße
Klaus


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3 Antworten
SabineK
Beiträge: 14
(@sabinek)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Klaus,

aus meiner Erfahrung ist das persönliche Netzwerk wirklich Gold wert. LinkedIn Premium habe ich auch mal getestet - für 60€/Monat bekommst du hauptsächlich mehr InMails, aber die Response-Rate war bei mir nicht berauschend. Die meisten guten Entwickler werden täglich von Recruitern angeschrieben.

Mein Tipp: Fang mit deinem Netzwerk an. Poste offen auf LinkedIn (kostenlos!), dass du suchst. Bitte explizit um Weiterleitung. Die Leute helfen gerne, wenn man ehrlich und direkt fragt.

Xing funktioniert in Deutschland tatsächlich noch gut für lokale Kontakte. Für den Vertrieb sogar besser als LinkedIn, weil da mehr deutsche Mittelständler unterwegs sind.

Alternativ: Uni-Kontakte reaktivieren, zu Meetups gehen, bei Startup-Events networken. Das kostet nur Zeit, aber bringt oft die besseren Kandidaten als bezahlte Plattformen.


Antwort
Gerhard_1952
Beiträge: 12
(@gerhard_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

LinkedIn Premium ist rausgeschmissenes Geld für Startups. Hab ich auch mal probiert - die meisten ignorierten meine InMails trotzdem.

Persönliches Netzwerk funktioniert, aber dauert. Bei uns kam der beste Entwickler über drei Ecken: Ein Ex-Kollege kannte einen, der einen kannte. Typisch halt.

Tipp: GitHub nach lokalen Entwicklern durchsuchen und höflich anschreiben. Oder Stack Overflow Profile anschauen. Die meisten sind neugierig auf Startups, auch wenn sie nicht aktiv suchen.


Antwort
Werner_1950
Beiträge: 15
(@werner_1950)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kann Klaus nur beipflichten - das Budget-Problem kenne ich nur zu gut. Wie ich schon in dem Thread zum Bootstrapping erwähnt hatte: Man muss kreativ werden.

Bei mir hat sich bewährt: Zuerst das eigene Netzwerk anzapfen, dann lokale Gründerstammtische besuchen. Da trifft man oft Leute, die wechseln wollen oder jemanden kennen.

Für den Vertrieb würde ich tatsächlich Xing empfehlen - da sind mehr deutsche Vertriebsleute unterwegs als auf LinkedIn. Und die kostenlosen Features reichen meist aus.

Ein Geheimtipp: Bewerbungscoaches auf LinkedIn folgen. Die posten oft Profile von Kandidaten, die sie betreuen. Indirekte Akquise sozusagen.


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