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3 Exits hinter mir: Was würde ich heute anders machen beim Ideenscreening?

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SteuerfucHS29
Beiträge: 11
Themenstarter
(@steuerfuchs29)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#40]

Hi zusammen,

nach drei erfolgreichen Exits (Food-Tech 2019, PropTech 2022, FinTech 2024) und einer ordentlichen Pause überlege ich gerade, was als nächstes kommt. Dieses Mal will ich von Anfang an smarter vorgehen.

Rückblickend habe ich bei allen drei Ventures viel Zeit und Nerven in Bereiche gesteckt, die ich heute nicht mehr anfassen würde. Zum Beispiel alles was mit komplexen B2B-Regulierung zu tun hat - die Zyklen sind einfach zu lang und die Marktmacht liegt komplett bei den Incumbents.

Jetzt wo die warme Jahreszeit kommt und ich wieder mehr Zeit für Networking und neue Projekte hab, sammle ich gerade systematisch meine "Never-again"-Kategorien. Bei euch erfahrenen Gründern würde mich interessieren:

1. Welche Geschäftsmodell-Kategorien meidet ihr heute bewusst?
2. Was waren eure teuersten Learnings beim Ideenscreening?
3. Gibt es Branchen, die früher interessant waren, aber heute einfach zu überfüllt sind?

Falls ihr selbst mehrere Gründungen hinter euch habt - was macht ihr heute in der allerersten Phase komplett anders als beim ersten Mal?


3 Antworten
Stefan K.
Beiträge: 3
(@stefan89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Glückwunsch zu den drei Exits! Kann ich gut nachvollziehen.

Meine No-Go-Liste nach zwei eigenen Exits und mehreren gescheiterten Versuchen:

1. Alles was Hardware braucht - Supply Chain Nightmares ohne Ende
2. Marktplätze (außer man hat schon eine der beiden Seiten)
3. Consumer Apps ohne viralen Mechanismus
4. Alles was länger als 18 Monate bis zum ersten Revenue braucht
5. Compliance-heavy Sectors (siehe dein Punkt mit B2B-Regulierung)

Heute schaue ich hauptsächlich nach SaaS mit klarem B2B-Use-Case und validiertem Pain Point. Das Konzept-Verständnis-Problem hatte ich früher auch oft - heute teste ich viel direkter mit echten Kunden statt mit Freunden und Familie.

Was planning für Q3/Q4 angeht - nutzt du die ruhigeren Sommermonate für Research oder gehst du direkt in Richtung MVP?


Antwort
TimeBoost47
Beiträge: 13
(@timeboost47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurz und knapp: Alles was heute noch auf Advertising Revenue setzt ist riskant. Die großen Player haben das Monopol und kleine Fische verhungern.

Außerdem würde ich die Finger von allem lassen was Government Contracts braucht - die Zyklen sind brutal und die Connections braucht man schon vorher.


Antwort
Thorsten K.
Beiträge: 4
(@scaleskeptic47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

3 Exits, respect!

Meine Anti-Pattern nach 15 Jahren Startup-Zirkus:
- Soziale Netzwerke (Network Effects sind heute quasi unmöglich)
- On-Demand Services (Uber-for-X ist tot)
- Blockchain/Web3 (außer du hast echte Utility)
- EdTech (Markt ist gesättigt, Sales Cycles endlos)
- Anything Consumer ohne established Distribution

Genau wie Stefan89 sagt - Hardware ist der Tod. Aber ich würde noch ergänzen: Alles wo du auf Platform-Changes angewiesen bist (siehe iOS Updates, Google Algorithm Changes etc.).

Heute fokussiere ich mich nur noch auf: Bekannter Markt + neue Technologie ODER neuer Markt + bekannte Technologie. Nie beides gleichzeitig.

Und ja, die Work-Life Balance nach mehreren Exits wird auch wichtiger - man hat ja nicht mehr den gleichen Hunger wie beim ersten Mal.


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