Hey zusammen, ich bin noch relativ neu hier und versuche gerade, meine Geschäftsidee zu konkretisieren. Es geht um ein digitales Produkt im B2B-Bereich, das ich remote entwickeln will.
Ich lese überall vom Crowdfunding und frage mich: Ist das wirklich eine sinnvolle Option für Tech-Startups, oder ist das eher was für Hardware und Consumer-Produkte? Ich habe auch großes Interesse an Angel Investing und frage mich, ob Crowdfunding vielleicht sogar eine Art Vorqualifizierung für spätere Investoren sein kann.
Wie sieht das bei euch aus – habt ihr Crowdfunding genutzt oder überlegt ihr das gerade? Was sind eure Erfahrungen mit den Plattformen? Und vor allem: Ab welchem Punkt macht es wirtschaftlich Sinn, Zeit und Geld in eine Kampagne zu stecken, wenn man auch direkt auf Angel-Suche gehen könnte?
Freue mich auf eure Insights!
Kurz und knapp: Crowdfunding macht nur Sinn, wenn dein Produkt bereits sehr konkret und testbar ist. Für Validierungsphasen ist es eher Zeitverschwendung.
Interessante Frage! Bei meiner SaaS-Lösung bin ich bewusst den Bootstrap-Weg gegangen statt Crowdfunding. Meine Erfahrung: Crowdfunding kostet dich massiv Zeit – von der Kampagnen-Vorbereitung über die Kommunikation bis zur Fulfillment. Als Vollzeit-Angestellter nebenbei zu gründen, war für mich ein Nonstarter.
Für B2B-SaaS halte ich Crowdfunding ehrlich gesagt für die falsche Taktik. Du brauchst Enterprise-Kunden, nicht 500 Klein-Investoren. Investoren respektieren aber sehr, wenn du bereits zahlende Kunden hast – das zeigt Product-Market-Fit. Das bringt dir bei Angels mehr als eine Crowdfunding-Quote. Schau dir meine alte Diskussion zu Kontenmodellen an – das war auch beim Bootstrapping relevant für mich.
Mein Rat: First customers, dann Angels. Crowdfunding spar dir für later stages, wenn du bereits Traction hast.