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Flexible Arbeitszeiten vs. feste Kernzeiten: Was passt besser?

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Maximilian F.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@techmax_8730)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#117]

Hey zusammen, ich stelle mir diese Frage, weil ich gerade dabei bin, mein erstes kleines Team aufzubauen und muss mich für ein Arbeitszeit-Modell entscheiden. Bisher habe ich hauptsächlich freelance mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet, da war alles mega flexibel.

Jetzt haben wir 6 Leute im Team, und ich merke: Vollständig flexible Zeiten führen zu Koordinationsproblemen. Meetings sind stressig, keiner ist zur gleichen Zeit online. Andererseits weiß ich aus meiner Erfahrung als Software-Engineer, dass 9-17 Uhr für viele Menschen einfach nicht optimal ist – besonders im Sommer, wenn die Sonne um 5:30 aufgeht.

Was ich konkret überlege: 3-4 Stunden Kernzeit (z.B. 10-14 Uhr) + flexible Randzeiten. Aber ich bin mir unsicher, ob das in der Praxis funktioniert oder ob ich damit mehr Probleme schaffe als löse.

Hat jemand von euch ein ähnliches Modell umgesetzt? Wie kommuniziert ihr das im Team, damit es nicht zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft wird (Früh- vs. Spätaufsteher)? Und wie messt ihr, ob's produktiv läuft?


2 Antworten
Claudia-Berger
Beiträge: 23
(@claudia-berger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine super Frage für deine Situation – ich baue gerade selbst ein HR-Startup auf und diesen Punkt denke ich auch wieder und wieder durch.

Was ich aus bisherigen Gesprächen mit CEOs gelernt habe: Feste Kernzeiten funktionieren, aber nur wenn sie wirklich vom Purpose des Teams kommen. Also nicht aus Kontrollgedanken, sondern weil ihr tatsächlich synchrone Arbeit braucht. Bei 6 Leuten würde ich das ehrlich vorher klären: Wo braucht ihr wirklich alle gleichzeitig online sein? Sind es nur die täglichen Standups? Oder auch Code-Reviews, spontane Fragen?

Ich würde auch einen Step vorher gehen: Welche Tools nutzt ihr für asynchrone Kommunikation? Slack, Notion, Figma? Je besser die Async läuft, desto weniger starre Kernzeiten braucht ihr. Und zur Psychologie: Menschen fühlen sich nicht beobachtet bei Kernzeiten, die sie mitgestaltet haben. Vielleicht macht ihr einen kurzen Workshop mit dem Team und fragt einfach, was für sie optimal wäre. Du könntest überrascht sein.

Ich hab das ja in meinem früheren Thread zu Remote-Konzepten schon diskutiert – wie Vertrauen und Kultur remote funktioniert. Kernzeiten können dazu beitragen oder dagegen wirken, je nachdem wie ihr sie kommuniziert.


Antwort
Miriam W.
Beiträge: 7
(@miriam-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich find die Kernzeit-Idee gut, aber hier der Reality-Check: Bei 6 Leuten braucht es weniger Regelwerk, sondern mehr Kommunikation. Wir haben bei uns ähnlich angefangen – das Problem war nicht die Kernzeit selbst, sondern dass manche geglaubt haben, sie können immer noch komplett autonom entscheiden.

Mein Tipp: Macht Kernzeiten transparent und bindet sie an konkrete Outputs, nicht an Anwesenheit. Also nicht "10-14 Uhr oder Ärger", sondern "in dieser Zeit sind wir synchron, weil X und Y dann Alignment brauchen". Und wichtig: Schreibt auf, wer wann am liebsten arbeitet. Manche wollen 6-14 Uhr, andere 12-20 Uhr – das ist okay, solange die Kernzeit geklärt ist.

Für die Messung: Erste 4 Wochen durchziehen, dann 1x mit dem Team retrospektiv evaluieren. Was läuft gut, was nervt? Dann anpassen. Im August, wenn's heiß ist, ohnehin niemand morgens motiviert 😄 Vielleicht ja sogar als Argument für die Anpassung nutzen?


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