Hi zusammen,
stehe vor einer wichtigen Entscheidung für mein SaaS-Startup. Wir sind jetzt 8 Leute und ich überlege, ob ich flexible Arbeitszeiten einführen soll. Keine festen Kernzeiten, jeder kann arbeiten wann er will, solange die Projekte laufen.
Mein Co-Founder ist skeptisch - meint, dass ohne Kontrolle die Produktivität leidet. Ich denke aber, dass gerade in der aktuellen Gründungsphase Vertrauen wichtig ist und wir so bessere Leute halten können.
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Wie messt ihr Produktivität wenn nicht über Anwesenheit? Und gibt es rechtliche Sachen die ich beachten muss (Arbeitszeiten dokumentieren etc.)?
Besonders interessiert mich: Ab welcher Teamgröße wird es schwierig? Bei 8 Leuten kenne ich noch jeden persönlich, aber wenn wir nächstes Jahr auf 15-20 wachsen...
Freue mich über eure Insights!
Mira
Hi Mira,
aus meiner CFO-Erfahrung kann ich dir sagen: Flexible Arbeitszeiten funktionieren, aber nur mit klaren Spielregeln. Bei 8 Leuten ist das noch gut machbar, wenn du auf Output statt Input setzt.
Wichtig: Führe OKRs oder ähnliche Zielsysteme ein. Dann ist egal wann jemand arbeitet, solange die Ergebnisse stimmen. Weekly Check-ins sind Pflicht - nicht zur Kontrolle, sondern für Abstimmung.
Rechtlich musst du aufpassen: Arbeitszeiterfassung ist seit 2019 Pflicht, auch bei flexiblen Zeiten. Lass das über eine App machen, dann hast du weniger Aufwand.
Bei der Teamgröße wird's ab ca. 15 Leuten schwieriger, weil die persönliche Bindung abnimmt. Dann brauchst du mehr Struktur und evtl. Teamleads als Zwischenebene.
Mein Tipp: Probier's aus, aber definiere vorher messbare KPIs. Nach 3 Monaten evaluierst du ehrlich - funktioniert es oder nicht? Falls nein, zurück zu Kernzeiten. Dein Team wird das verstehen, wenn du transparent kommunizierst.
Viel Erfolg!
Bernd