Hi zusammen,
wir sind als Marketing-Agentur in den letzten Monaten von 8 auf 15 Mitarbeiter gewachsen und planen bis Ende des Jahres noch 5-6 weitere Einstellungen. Unsere bestehende bKV läuft seit 2 Jahren super - Basis-Tarif mit Zahn und Heilpraktiker.
Jetzt meine Frage: Müssen/sollten die neuen Kollegen in den gleichen Tarif wie die Bestandsmitarbeiter oder kann ich einen separaten Vertrag für die neuen Leute abschließen? Der Versicherer hat mir beide Optionen angeboten.
Vorteil separater Tarif wäre ein etwas günstigerer Beitrag (ca. 15€ weniger pro Person), aber die Leistungen sind minimal schlechter. Andererseits befürchte ich zwei-Klassen-Medizin im Team...
Wie habt ihr das bei eurem Wachstum gelöst? Gerade jetzt im Sommer kommen ja auch noch die ganzen Urlaubsvertretungen dazu, die man eventuell später übernimmt.
Bin für jeden Input dankbar!
VG Sebastian
Hallo Sebastian,
aus meiner Erfahrung würde ich dir stark zu einem einheitlichen Tarif raten. Ich hab in meiner ersten Unternehmenszeit damals den Fehler gemacht und verschiedene Benefit-Stufen eingeführt - das hat nur für Unmut gesorgt.
Mitarbeiter reden untereinander, und wenn rauskommen sollte, dass die "Neuen" schlechtere Konditionen haben, kann das richtig Gift für die Teamstimmung sein. Gerade in einer Agentur, wo alle eng zusammenarbeiten.
15€ pro Person und Monat sind bei eurer Größe auch nicht die Welt - das sind vielleicht 1.200€ mehr im Jahr für die neuen Kollegen. Dafür kaufst du dir Ruhe und zeigst Wertschätzung gegenüber allen Mitarbeitern gleichermaßen.
Bei den Urlaubsvertretungen würde ich erstmal abwarten, wen ihr wirklich übernehmt. Die können ja erstmal ohne bKV anfangen und bekommen sie dann bei Festanstellung.
Recruiting ist heutzutage eh schon schwer genug geworden - da sollte man sich keine unnötigen Stolpersteine legen.
Beste Grüße
C.Bergmann