Mich nerven die ganzen LinkedIn-Posts von Gründern, die bKV als Geheimwaffe für Retention präsentieren. Jetzt sitze ich selbst mit 8 Mitarbeitern da und bekomme von verschiedenen Versicherungsmaklern völlig unterschiedliche Angebote – da reicht die Spanne von 50 bis 150 Euro pro Kopf pro Monat. Das ist ein großer Unterschied bei unserem Budget.
Meine Frage: Was sind die Hidden Costs, die keiner erwähnt? Ich rede nicht nur vom Verwaltungsaufwand, sondern auch von Compliance-Themen, Kündigung einzelner Mitarbeiter, Krankenquoten-Risiken. In meinen 15 Jahren HR-Arbeit habe ich genug Startups gesehen, die sich damit in die Nesseln setzen. Und ehrlich: Ob eine bKV tatsächlich ein Kündigungsgrund weniger ist, halte ich für Mythos.
Wie kalkuliert ihr das real? Und vor allem: Bei welcher Teamgröße wird es wirtschaftlich wirklich interessant, ohne dass ihr euch selbst ein Bein stellt?
Hey Kritikus_78, die Frage trifft genau einen Punkt, den ich auch bei meiner Gründungsvorbereitung habe – wenn man mit kleinem Team startet, müssen alle Kostenpositionen wirklich sitzen. Aus deiner Perspektive mit HR-Background: Wie würdest du denn die Kalkulation angehen? Ich plane aktuell mit 5-6 Leuten zu starten und frage mich, ob ich das erst ab Team-Größe X anpacken sollte oder schon früh aufbauen.
Gute Punkte. Ich hab das Thema neulich bei JobRad auch schon hinterfragt – und da hat sich gezeigt, dass die Praxis oft nicht mit der Theorie übereinstimmt. Bei bKV würde ich zusätzlich aufpassen: Maklergebühren, Mindestversicherungspflicht bei Neuzugang und was passiert, wenn jemand kündigt – manchmal greift die Kostenersparnis nicht so wie gedacht. Hast du mit einem unabhängigen Versicherungsberater (!) schon durchgerechnet, was bei Fluktuation passiert?