Hi zusammen,
ich bin gerade dabei, mein EdTech-Startup zu skalieren und stehe vor einer Frage, die mich ehrlich gesagt verwirrt: betriebliche Altersvorsorge. Wir sind aktuell 12 Leute, wachsen aber schnell. Ein Headhunter hat mir neulich gesagt, dass eine bAV mittlerweile ein "Must-Have" für Tech-Talente ist. Das klingt für mich nach zusätzlichen Kosten, die wir gerade nicht brauchen – oder übersehe ich da was?
Meine Fragen:
- Wann sollte man das wirklich implementieren, ohne sich selbst finanziell auszupowern?
- Wie läuft das ab – muss ich als Gründerin selbst auch eine haben?
- Kann man da später noch einsteigen, wenn die Finanzierung sicherer ist?
- Welche Modelle sind für Startups praktisch und nicht zu komplex?
Ich kenne mich mit Performance Marketing und Customer Acquisition gut aus, aber Benefit-Strategie ist für mich noch Neuland. Freue mich auf ehrliche Einschätzungen – auch wenn die kritisch sind.
Sarah, aus meinen 15 Jahren im Remote-First Setup kann ich dir eins mitgeben: bAV ist kein Must-Have für deine Größe, auch wenn das Headhunter anders sehen. Das ist oft Verkaufsgespräch. Bei 12 Leuten zahlst du schnell 3-4% des Gehalts extra für die Verwaltung. Das Geld ist besser in direktem Gehalt oder tatsächlich spürbaren Benefits aufgehoben – ja, auch mental health oder Konferenzen zählen dazu. Starten tue ich damit erst, wenn echte Konkurrenz um Top-Talent entsteht. Dann ist es aber auch ein echtes Signal: "Wir denken langfristig." Nicht jetzt.
Guter Punkt von Thorsten. Ich würde noch hinzufügen: rechtlich ist bAV in vielen EU-Ländern unterschiedlich reguliert – falls ihr international expandiert, wird's kompliziert. In Deutschland selbst: Das Versorgungswerk des Partners oder eine Direktversicherung ist für Startups das einfachste Modell. Kostet weniger Buchhaltung als man denkt. Ob du selbst teilnimmst, ist deine Wahl – viele Gründer machen das nicht. Sinnvoll wird's, wenn du 20+ Leute hast und konkurrierst wirklich um exzellente Fachkräfte. Bis dahin: Flexibilität, Jobrad, gutes Gehalt > bAV.