Hey zusammen, ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mich beschäftigt. Mein HR-Startup ist in der Aufbauphase und wir werden jetzt bald die ersten fünf bis acht Menschen einstellen. Alle arbeiten remote, verteilt über zwei, drei Länder.
Natürlich möchte ich eine Unternehmenskultur schaffen, die sich von vornherein gut anfühlt – auch für verteilte Teams. Benefits spielen da eine Rolle, aber ich bin unsicher, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, jetzt schon mit einem externen Anbieter zu arbeiten statt alles selbst zu managen.
Die großen Plattformen werben mit Convenience und Skalierbarkeit. Aber wenn ich ehrlich bin: Bei 5-8 Mitarbeitern könnte ich doch auch direkt in meinem kleinen Budget ein paar Dinge selbst organisieren, oder? Andererseits habe ich im HR-Alltag gesehen, dass es ganz schön aufwendig wird, Benefits richtig zu kommunizieren und zu administrieren.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Ab welcher Teamgröße macht ein externer Anbieter wirklich wirtschaftlich Sinn? Und gibt es andere Aspekte, die ich übersehe – vielleicht beim Thema Remote-Onboarding oder Mitarbeiterbindung?
Aus meiner Bootstrapping-Perspektive: Externe Anbieter sind für dich jetzt wahrscheinlich Overkill. Die kosten monatlich 80-150€ pro Kopf, und bei 5-8 Leuten wird das schnell teuer.
Stattdessen: Mach es lean. Ein gemeinsames Doc mit Benefits, regelmäßige Check-ins zum Thema, vielleicht Gutscheine für Homeoffice-Equipment. Remote-Teams brauchen weniger traditionelle Benefits, sondern eher Flexibilität und gute Tools.
Wenn du später wirklich auf 30-40 Mitarbeiter skalierst, dann lohnt sich der externe Overhead.
Miriam, ich würde dir hier widersprechen müssen – zumindest ein bisschen. Aus meinen 40 Jahren in Führungspositionen habe ich gelernt, dass es nicht nur um die reine Kosteneffizienz geht. Ein externer Anbieter gibt dir auch eine Art Glaubwürdigkeit gegenüber deinen Mitarbeitern, besonders bei Remote-Teams, wo persönliche Nähe ohnehin weniger gegeben ist.
Aber ehrlich: Bei 5-8 Leuten brauchst du keine große Plattform. Was dir mehr hilft ist ein strukturiertes System für die Kommunikation deiner Benefits – egal ob du es selbst machst oder delegierst. Bei einem HR-Startup würde ich sogar sagen, nutze die Chance, die interne Kultur selbst zu gestalten, statt alles extern abzubilden. Das baut Vertrauen auf. Später, bei 20-30, dann eher outsourcen.