Hallo zusammen,
seit wir 2024 komplett auf Remote umgestellt haben, wird mir jedes Jahr klarer: das Thema Kühlung wird ein echtes Problem. Meine Mitarbeiter arbeiten von zuhause und bei den heißen Sommern kämpfen alle mit überhitzten Wohnungen. Produktivität geht gegen null wenn es über 28 Grad im Home Office wird.
Einige haben sich auf eigene Kosten Klimaanlagen gekauft, andere sitzen im Coworking Space (auch Kosten). Wieder andere machen Mittagspause von 12-16 Uhr und arbeiten bis spät abends - schwierig für Termine mit Kunden.
Als Arbeitgeber frage ich mich: Muss/sollte ich da was zahlen? Klimaanlage-Zuschuss? Coworking-Budget für heiße Tage? Oder ist das Privatsache?
Und grundsätzlich: Wer löst eigentlich das Problem intelligent? Es gibt Tools für alles Mögliche, aber nichts für 'wo arbeite ich heute je nach Wetter und Temperatur'. Oder flexible Arbeitszeit-Apps die automatisch heiße Stunden blocken.
Wie handhabt ihr das? Wird das überhaupt ein Geschäftsfeld oder denke ich zu kompliziert?
Bei uns läuft das über die Betriebskostenerstattung. 80€ pauschal pro Monat für Home Office, dafür erwarten wir dass die Grundausstattung stimmt - inklusive angemessener Arbeitstemperatur. Haben aber auch flexible Arbeitszeiten zwischen 6-20 Uhr eingeführt.
Hatten das Thema auch schon bei der DD-Vorbereitung - Investoren fragen mittlerweile konkret nach Remote-Work-Kosten und wie wir das strukturieren.
Da muss ich Klaus widersprechen. Remote Work ist doch kein Luxus mehr sondern Standard geworden. Und wenn ich als AG Bürokosten spare muss ich das teilweise an die MA weitergeben.
Zur Geschäftsidee: Hab schon öfter zu Ideenfindung geschrieben - hier würde ich erstmal klein anfangen. Vllt eine simple App die Wettervorhersage mit Kalender verknüpft und heiße Stunden automatisch markiert. Dann schauen ob Nachfrage da ist.
Das Problem ist definitiv real! Wir haben letztes Jahr einen pauschalen Home Office Zuschuss von 50€/Monat eingeführt - für alles: Internet, Strom, Klimatisierung. Rechtlich sauberer als einzelne Kostenpunkte und die Mitarbeiter können selbst entscheiden wofür sie es nutzen. Bei der Steuer läuft das als Betriebsausgabe durch, solange es angemessen bleibt. Alternative wäre noch ein flexibles Coworking-Budget für besonders heiße Wochen.
Ehrlich gesagt sehe ich das kritisch. Als Selbständiger muss ich meine Arbeitsplatzkosten auch selbst tragen. Warum sollte das bei Angestellten anders sein?
Wenn jemand zuhause nicht arbeiten kann soll er ins Büro kommen oder sich einen anderen Job suchen. Wir können doch nicht für jede Befindlichkeit extra zahlen.