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Deutsche Bürokratie als Startup-Chance: Wo internationale Tools versagen?

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ThomasWinter
Beiträge: 1
Themenstarter
(@thomaswinter)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Tag
[#193]

Moin zusammen,

sitze hier bei der Hitze und denke über ein Phänomen nach, das mir in der Beratung immer wieder auffällt: Deutsche Regularien sind oft so spezifisch und komplex, dass internationale SaaS-Tools komplett scheitern.

Beispiel Betriebskostenabrechnung: Heizkostenverordnung, WEG-Recht, Mietrecht - das ist so deutsch-spezifisch, dass selbst große PropTech-Player aus den USA hier kapitulieren. Oder nehmt GoBD-konforme Buchhaltung: Was in anderen Ländern mit Quickbooks läuft, braucht hier spezialisierte deutsche Lösungen.

Jetzt im Sommer sehe ich das auch bei Klimatisierungsvorschriften für Büros - EnEV, Arbeitsstättenverordnung etc. Da nutzen internationale Facility Management Tools garnix.

Meine These: Gerade diese regulatorische Komplexität schafft Nischenmärkte, die vor internationaler Konkurrenz geschützt sind. Aber sind das wirklich nachhaltige Geschäftsmodelle oder nur kurzfristige Marktverzerrungen?

Habt ihr ähnliche Bereiche identifiziert wo deutsche Eigenarten echte Business-Opportunities schaffen? Und wie bewertet ihr das rechtlich - kann sowas langfristig funktionieren oder wird die EU das nivellieren?

Bin gespannt auf eure Einschätzungen!

Thomas


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