Mich beschäftigt eine Frage, die ich in meinen 15 Jahren als Business Angel immer wieder stelle: Wie unterscheide ich bei der Due Diligence zwischen einem Gründer, der klug von erfolgreichen Modellen lernt, und einem, der einfach nur kopiert?
Ich sehe ständig Pitches, wo junge Gründer sagen: "Wir machen das wie Zalando, aber für X" oder "Das Modell von SoundCloud funktioniert, wir adaptieren es nur." Manche dieser Ideen sind dann tatsächlich verdammt gut durchdacht – andere wirken wie 1:1-Abzüge ohne echten Mehrwert.
Mein Eindruck: Die besten Startups, die ich finanziert habe, haben nicht einfach kopiert. Sie haben genau beobachtet, WAS funktioniert, und dann gefragt: Wo sind die Schwachstellen? Wie kann ich es besser machen? Was fehlt dem Kunden noch?
Aber ehrlich gesagt finde ich die Grenze da ziemlich verschwommen. Wo würdet ihr die Linie ziehen? Ab wann wird Inspiration zur Kopie? Und noch wichtiger: Sollte ein Gründer sein Geschäftsmodell komplett neu erfinden, oder ist intelligentes Nachbauen mit Verbesserungen völlig legitim?