Hey zusammen, ich bin gerade in einer interessanten Phase mit unserem SaaS-Startup – wir fahren langsam profitabel und die ersten monatlichen Umsätze sind stabil. Das Problem: Ich bin mir völlig unsicher, wie viel ich monatlich zur Seite legen sollte für Steuernachzahlungen.
Unser Steuerberater hat mir einen Satz von ~25% genannt, aber das kommt mir relativ pauschal vor. Ich will natürlich nicht in die Falle tappen, dass wir im Herbst plötzlich ohne Liquidität dastehen, aber auch nicht unnötig Kohle binden, die ich lieber in Features oder Marketing stecke.
Wir sind noch Einzelunternehmer, Umsatz im dreistelligen Bereich monatlich. Gibt es hier einen Best-Practice-Ansatz oder sollte ich das stark nach unserer konkreten Situation (Betriebsausgaben, Mitarbeiter etc.) anpassen? Und wie macht ihr das bei euren Startups – eher konservativ oder kalkuliert ihr tighter?
Bei uns war das anfangs ein großes Fragezeichen. Kurz: 25% ist eher die obere Grenze, wenn du keinen Überblick über deine Betriebsausgaben hast. Mein Tipp wäre, erst mal deine tatsächliche Gewinnquote zu berechnen – also reale Einnahmen minus alle laufenden Kosten (Server, Tools, ggf. Freelancer). Dann multiplizierst du nur diesen Gewinn mit dem relevanten Satz für deine Situation (Einkommen-, evtl. Gewerbesteuer). Bei uns hat sich ein monatliches System bewährt: Jede Rechnung reinigen, Quote sofort umlegen, Rest läuft ins Betriebskonto. Hol dir einen Steuerberater, der auch mal konkrete Szenarien mit dir durchrechnet – das kostet nicht die Welt und spart dir Kopfschmerzen.