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Vorsteuerabzug: Was viele Gründer falsch machen

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Harald K.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@harald92)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#174]

Hallo zusammen,

ich begleite seit 15 Jahren als Geschäftsführer verschiedene Unternehmen und sehe immer wieder, dass gerade junge Gründer beim Thema Vorsteuerabzug erhebliche Fehler machen – oft mit teuren Konsequenzen. Deshalb möchte ich hier mal die wichtigsten Fallstricke zusammenfassen und euch fragen, wo ihr selbst unsicher seid.

Die klassischen Fehler sind:
1. Rechnungen ohne korrekte Umsatzsteuer-ID des Lieferanten akzeptieren
2. Ausgaben für private Nutzung (Auto, Telefon) zu 100% abziehen
3. Vorsteuer anmelden, obwohl man noch nicht ins Geschäft gestartet hat
4. Keine Dokumentation der Betriebszugehörigkeit von Anschaffungen

Ich merke beim Mentoring junger Gründer, dass viele denken, "wir müssen sparen, also nehmen wir alles mit". Das geht oft nach hinten los und führt zu Nachzahlungen plus Strafzinsen.

Welche Fehler habt ihr selbst erlebt oder wo seht ihr bei euren Gründungen die größten Unsicherheiten? Wie organisiert ihr das praktisch?


2 Antworten
Sebastian K.
Beiträge: 3
(@sebastiank)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hey Harald,

sehr wichtiges Thema, danke dafür! Ich jongliere ja gerade zwischen meinem Job im Vertrieb und der Fintech-Idee am Abend rum, und ehrlich gesagt habe ich mich damit noch gar nicht richtig beschäftigt. Bei mir läuft bisher alles noch sehr minimal – ein paar Software-Subscriptions, etwas Hardware.

Meine Frage: Lohnt sich für mich im Bootstrap-Modus überhaupt der Aufwand mit der Vorsteuer, oder sollte ich erst mal klein anfangen und die Kleinunternehmerregelung nutzen? Hast du da eine Daumenregel, ab wann es sich wirklich lohnt, die Vorsteuer zu tracken? Ich will nicht am Ende beim Finanzamt böse überraschungen erleben, wenn ich dann irgendwann professionell durchstarte.


Antwort
KoopMeister67
Beiträge: 12
(@koopmeister67)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Absolut richtig hingewiesen, Harald. Ich habe in meinen 40 Jahren viel mit Gründern zusammengearbeitet und gesehen, wie wichtig es ist, die Rechtsform und damit auch die Steuerpflichten von Anfang an korrekt zu wählen. Das hängt ja auch eng zusammen – wer als GmbH startet, hat andere Anforderungen als ein Einzelunternehmer.

Meine Erfahrung: Viele vergessen, dass der Vorsteuerabzug nicht automatisch da ist, sondern aktiv geltend gemacht und dokumentiert werden muss. Ich würde den Gründern immer empfehlen, sich hier professionelle Beratung zu holen, gerade bei den ersten Rechnungen. Das kostet ein paar hundert Euro, spart aber vier- oder fünfstellige Beträge bei falscher Dokumentation.


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