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Personal einstellen ohne Kapitalreserve - wie strukturiert ihr Verträge?

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Nina-Kellner
Beiträge: 3
Themenstarter
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(@nina-kellner)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#13]

Hi zusammen,

stehe vor einem Dilemma: Unser kleines Startup läuft jetzt seit 8 Monaten ganz okay, aber die Cashflow-Situation ist noch sehr volatil. Mal haben wir einen guten Monat mit 15k Umsatz, dann wieder nur 4k. Jetzt bräuchten wir dringend noch eine Entwicklerin, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das vertraglich strukturieren soll.

Klar, Vollzeit mit festem Gehalt wäre schön, aber was wenn nächsten Monat das Geld nicht reicht? Ich will niemanden über den Tisch ziehen, aber gleichzeitig kann ich auch nicht versprechen was ich nicht halten kann.

Wie macht ihr das? Variable Vergütung je nach Umsatz? Equity-basierte Modelle? Oder doch lieber Freelancer bis die Kasse stimmt? Bei uns kommt jetzt im Frühjahr die starke Phase (Gartenprojekte), aber der Winter war echt mager.

Freue mich über eure Erfahrungen!


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3 Antworten
S.Weber60
Beiträge: 5
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(@s-weber60)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Nina,

kenne das Problem nur zu gut. Bei uns hat sich bewährt: Grundgehalt niedrig ansetzen (ca. 60% vom Marktpreis) plus erfolgsabhängige Komponente. Konkret zahlen wir 2.500€ fix plus 15% vom monatlichen Gewinn. Das schafft Transparenz und alle ziehen am gleichen Strang.

Wichtig ist, dass du das von Anfang an ehrlich kommunizierst. Die meisten verstehen das, gerade in der Startup-Phase. Dafür gibst du Anteile oder stellst spätere Gehaltserhöhung in Aussicht wenn's läuft.

Alternativ: Start als Freelancer mit Option auf Festanstellung nach 6 Monaten. Dann habt ihr beide Zeit zu schauen ob's passt und ob die Zahlen stimmen.


Antwort
BkvExperte64
Beiträge: 10
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(@bkvexperte64)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Aus buchhalterischer Sicht solltest du sehr vorsichtig sein mit variablen Gehaltsmodellen. Das kann schnell als Scheinselbständigkeit gewertet werden, besonders wenn die Person wie ein Angestellter behandelt wird.

Mein Rat: Entweder echte Freelancer-Verträge (dann aber auch wirklich als Dienstleister, nicht als verlängerte Werkbank) oder Minijob/Teilzeit mit klaren Stunden. Variable Vergütung geht, aber nur zusätzlich zum Mindestlohn.

Bei der Sozialversicherung gibt's da keine Kulanz - wenn die prüfen und es passt nicht, wird's teuer. Lass dich vorher vom Steuerberater beraten, das ist die paar hundert Euro wert.


Antwort
ZahlenProfi52
Beiträge: 14
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(@zahlenprofi52)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, hab schon mal über HR-Systeme geschrieben - aber bei eurer Größe ist das noch nicht relevant.

Meiner Erfahrung nach funktioniert Equity am besten. 0,5-2% Anteile für die ersten Mitarbeiter, dafür niedriges Gehalt. Vesting über 4 Jahre mit 1 Jahr Cliff. So bindet ihr die Leute und müsst nicht jeden Monat zittern ob das Geld reicht.

Alternativ Revenue-Share Modell: 8-12% vom monatlichen Umsatz für Development. Transparent, fair, und alle haben Interesse am Erfolg.


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