Hi zusammen,
ich baue gerade ein kleines Consulting-Business auf (Energieberatung für kleinere Betriebe) und stehe vor der Frage, wie ich am besten meine erste Teilzeit-Kraft einstelle. Nach dem harten Winter war ich total überlastet mit Anfragen für Energieoptimierung.
Jetzt im Frühjahr läuft es weiterhin gut, aber ich weiß natürlich nicht ob das so bleibt. Nächsten Monat könnte ich bei guter Auftragslage 2500€ zahlen, aber wenn ein Großkunde abspringt sind es vielleicht nur 1200€.
Meine Frage: Was ist flexibler - ein fixes Teilzeitgehalt (z.B. 20h/Woche für 1800€) oder lieber variable Stundenbasis (25€/h je nach Bedarf)? Rechtlich geht beides, aber ich will ehrlich und fair bleiben.
Bei der Stundenbasis hätte ich mehr Flexibilität, aber der Mitarbeiter weniger Sicherheit. Beim fixen Teilzeitgehalt ist es umgekehrt.
Wie macht ihr das? Habt ihr Erfahrungen mit beiden Varianten? Bin für jeden Tipp dankbar.
Gruß
H.Bergmann
Ehrlich gesagt, beide Varianten haben ihre Tücken. Ich seh das etwas skeptischer als ZahlenProfi52 - wenn du jetzt schon Zweifel hast ob genug Geld da ist, solltest du vielleicht noch warten mit der Einstellung.
Bei der Stundenbasis machst du dir schnell Feinde wenn du ständig die Stunden kürzt. Die Leute brauchen planbare Einkommen. Und bei Teilzeit bindest du dich halt fest.
Meine Erfahrung: Lieber erstmal mit Freelancern arbeiten oder einen Werkstudenten. Die sind flexibler und du testest den Bedarf ohne große Verpflichtungen.
Moin! Ich hab da einen anderen Ansatz: Hybridmodell.
Mini-Teilzeit als Basis (10h/Woche fix) plus variable Zusatzstunden. So hat der Mitarbeiter eine kleine Grundsicherheit und du bleibst flexibel. Hab ich bei meinem Procurement-Service so gemacht und funktioniert gut.
Bei 10h fix zahlst du ca. 900-1000€ (je nach Stundensatz) und darüber hinaus nach Bedarf. Rechtlich sauber über Arbeitszeitkonto regelbar. Der Energiebereich läuft eh saisonbedingt, das verstehen die meisten.
Aus steuerlicher und rechtlicher Sicht würde ich klar zur Stundenbasis raten. Bei schwankenden Einnahmen ist das viel sauberer zu kalkulieren und du gehst kein Risiko ein, dass du dich übernimmst.
Für den Mitarbeiter ist das natürlich weniger attraktiv, aber wenn du ehrlich kommunizierst warum das so ist, finden sich trotzdem gute Leute. Viele verstehen die Startup-Situation.
Wichtig: Mindestens 2-3 Wochen im Voraus planen und kommunizieren, damit der MA sich darauf einstellen kann. Und wenn's gut läuft, kannst du später immer noch auf Teilzeit umstellen.