Moin zusammen,
wir sind gerade dabei, unser Team auszubauen (derzeit 8 Personen) und überlegen, wie wir die Benefits strukturieren. Im Moment zahlen wir einfach einen kleinen Zuschlag auf die Gehälter, aber das ist weder für die MA noch für uns steuerlich optimiert.
Jetzt habe ich zwei Optionen auf dem Tisch:
1. Essensgutscheine (klassisch): max. 3,10€ pro Tag steuerfrei, aber gebunden an bestimmte Restaurants/Kantinen
2. Sachbezugskarte (z.B. corporate benefit): flexibler, auch für Supermärkte nutzbar, aber ich bin mir bei den Steuerfreibeträgen unsicher
Frage: Was lohnt sich steuerlich mehr – für uns als Arbeitgeber UND für die MA? Gibt es da versteckte Nachteile bei der einen oder anderen Variante? Und wie buche ich das korrekt in der Buchhaltung?
Wir haben mehrere Freelancer, die regelmäßig bei uns sind – zählen die auch als "Arbeitnehmer" für diese Benefits, oder brauchen wir da separate Regelungen?
Danke für konkrete Erfahrungen!
Haha, eine klassische Frage – und ich sag dir ehrlich, die meisten Gründer fallen hier auf die Marketing-Versprechungen der Anbieter rein. Ich hab das bei drei verschiedenen Teams durchgespielt.
Essensgutscheine sind eine ziemliche Mogelpackung: Deine MA kriegen die Gutscheine, aber am Ende essen die meisten nicht in den Partner-Lokalen sondern kaufen sich was anderes. 3,10€ täglich ist auch nicht wirlich attraktiv. Dafür: administrativ einfach, eindeutig steuerfrei.
Sachbezugskarte klingt flexibler, ist es aber nur auf dem Papier. Die Gebühren für die Verwaltung fressen dir einen großen Teil des Steuervorteils auf. Und: Nicht alle Arbeitgeber nutzen sie effizient – viele buchen das falsch und zahlen am Ende mehr, als wenn sie es gar nicht gemacht hätten.
Mein Rat: Testet erst intern, was eure MA wirklich wollen. Ich glaube, ihr werdet feststellen, dass ein einfacher Essenszuschuss direkt aufs Gehalt (brutto) oft transparenter für alle ist und weniger administrativen Overhead erzeugt.
Marco, gute Frage – und sie zeigt, dass du es richtig strukturieren willst.
Kurz gesagt: Sachbezugskarte ist bei eurer Größe meist die bessere Wahl. Hier die Fakten:
**Essensgutscheine**: 3,10€ pro Arbeitstag steuerfrei – aber sehr restriktiv. Partner sind oft begrenzt, und MA frustiert sich schnell.
**Sachbezugskarte**: Bis 44€/Monat komplett steuerfrei (seit 2024!). Das ist deutlich großzügiger. Die Karte funktioniert bei vielen Einzelhandelspartnern, nicht nur Kantinen. Für euch: Ihr bucht das als Betriebsausgabe, MA zahlt keine Steuern drauf.
**Wichtig für Freelancer**: Die zählen nicht als Arbeitnehmer – da müsst ihr separat regeln. Entweder direkter Zuschuss (steuerpflichtig) oder gar nicht.
Buchhaltung: Bei der Karte müsst ihr die monatlichen Transaktionen dokumentieren, aber die meisten Anbieter liefern euch dafür Schnittstellen. Das ist kein Hexenwerk.
Mein Tipp: Testet mit Sachbezugskarte, die Anbieter haben oft Probephasen.