Hallo zusammen,
ich überlege gerade, ob eine Vier-Tage-Woche für unser kleines Team im Herbst ein realistisches Modell sein kann. Wir bauen seit ein paar Jahren ML-basierte SaaS-Lösungen für Mittelständler und merken schon, dass die Arbeitslast stark schwankt: Phasen mit viel Produktentwicklung, dann wieder mehr Kundenfeedback, Support und interne Themen.
Mich interessiert vor allem die Praxis und nicht die Theorie. Wie habt ihr die Umstellung im Startup-Alltag gelöst, ohne dass am Ende nur alles in vier Tage gequetscht wird? Habt ihr feste freie Tage pro Person gewählt oder ein rotierendes Modell? Und wie geht ihr mit Themen um, die eigentlich nie ganz „fertig“ sind, also z.B. Kundenanfragen, Bugs, Release-Termine oder interne Abstimmungen?
Was mich außerdem umtreibt: Wie transparent kommuniziert ihr das im Team und nach außen? Ich habe ein bisschen Sorge, dass eine Vier-Tage-Woche schnell wie ein schönes Benefit klingt, aber im Alltag dann eher zu Stress führt, wenn die Erwartungen nicht sauber gesetzt sind. Gerade bei einem kleinen SaaS-Team mit technischen Rollen stelle ich mir das nicht ganz trivial vor.
Würde mich sehr über echte Erfahrungswerte freuen, auch wenn ihr am Ende wieder davon abgegangen seid. Was hat bei euch funktioniert, was gar nicht, und woran hat man das früh gemerkt?
Ich bin da eher skeptisch. In kleinen Teams mit viel Produktdruck ist die Vier-Tage-Woche schnell ein Etikett für „wir machen weiter wie bisher, nur dichter gepackt“. Wenn ihr es testet, dann mit klaren Regeln und nicht als stillen Wunsch an alle.