Moin zusammen, ich hab ein Problem, das mich schon länger beschäftigt: Wir haben bei uns in der Fintech-Lösung inzwischen ein solides Benefit-Paket aufgebaut – bKV, flexibles Homeoffice, Weiterbildungsbudget, sogar ein Jobrad-Angebot. Aber ehrlich gesagt merke ich, dass die Mitarbeiter gar nicht richtig wissen, was sie da eigentlich haben. In Gesprächen kommen Fragen wie "Wusste ich ja gar nicht, dass das möglich ist" oder "Das hätte ich gerne früher gewusst".
Als Steuerberater mit Gründer-Erfahrung weiß ich, dass Benefits steuerlich richtig strukturiert sein müssen, aber das ist nur die halbe Miete. Das andere ist, dass die Leute die Angebote überhaupt verstehen und nutzen. Im Sommer, wenn viele im Kopf schon halb weg sind, ist das besonders knifflig.
Wie kommuniziert ihr Benefits intern so, dass sie wirklich ankommen? Geht ihr da aktiv auf einzelne Mitarbeiter zu oder habt ihr ein System dafür? Würde mich über praktische Erfahrungen freuen.
Stefan, guter Punkt! Ich hab das Thema auch auf dem Schirm bei meinem neuen Projekt. Was ich aus meiner Zeit vorher gelernt habe: Benefits müssen mehrfach und in verschiedenen Formaten kommuniziert werden. Beim klassischen One-Time-Onboarding geht viel verloren. Wir machen das jetzt so, dass die Benefit-Informationen ins Onboarding-Prozess integriert sind, aber auch regelmäßig über interne Kanäle aufgefrischt werden – nicht zu aufdringlich, aber einfach präsent. Vielleicht sogar monatlich ein "Spotlight" auf ein anderes Benefit? Im Sommer könnte man zum Beispiel das Jobrad oder Homeoffice-Flexibilität hervorheben, da passt das einfach besser hin. Meine Erfahrung ist: Was nicht sichtbar ist, existiert nicht im Kopf der Leute.
Kurz: Dokumentation im Wiki oder Onboarding-Portal macht es greifbar und nicht abhängig von einer Person, die es erklären muss.