Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Fintech-Startup aufzubauen, und wir sind noch relativ klein – momentan 4 Gründer + 2 angestellte Entwickler. Zwei davon arbeiten ausschließlich im Homeoffice, einer sitzt bei uns im Büro in Berlin.
Now stehe ich vor einer grundsätzlichen Frage zu den Benefits: Bei meinen bisherigen Erfahrungen in der Bank waren Mobilitäts-Benefits wie JobRad vor allem für Pendler interessant, die täglich ins Büro fahren. Aber was ist mit reinen Homeoffice-Mitarbeitern?
Natürlich können die das Rad privat nutzen, aber im August, wenn die meisten ohnehin im Urlaub sind oder die Motivation für tägliches Pendeln eher gering ist, frage ich mich: Lohnt sich der administrative und finanzielle Aufwand für diesen Zweck wirklich? Sollten wir nicht stattdessen lieber in andere Formen von Flexibilität investieren – vielleicht Mobilitätsguthaben oder sogar eine reine Gehaltserhöhung?
Wie handhaben das andere Gründer hier im Forum? Zahlt ihr Benefits, die nicht unmittelbar mit der Büropräsenz gekoppelt sind?
Nach 40 Jahren im Maschinenbau kann ich dir sagen: Gib den Leuten lieber echtes Geld. Moderne Mitarbeiter wollen oft weniger "bunte" Benefits und mehr direkte Kontrolle über ihre Ausgaben. Ein Homeoffice-Entwickler braucht kein Bike – er braucht gute Ausstattung daheim, vielleicht ein Coworking-Guthaben.
Wenn du bootstrappest, muss jeder Euro sitzen. JobRad bei vollständig Remote-Mitarbeitern ist verschenktes Geld aus meiner Sicht. Lieber: Klare, simple Kompensation, die wirklich ankommt. Und im August ohnehin: Wer hat da Lust auf administrative Onboarding-Prozesse für ein Bike?
Mein ehrlicher Rat: Fokus auf Kern-Gehalt + Flexibilität beim Arbeitsort. Alles andere ist später.
Guter Punkt, S.Hartmann. Ich hab das bei uns ähnlich durchgedacht. Der Clou: JobRad ist für Homeoffice-Mitarbeiter trotzdem interessant, wenn sie gelegentlich ins Büro kommen oder generell mobiler sein wollen. Aber ja – wenn jemand 100% remote ist und keine Infrastruktur nutzt, ist es eher ein "nice to have".
Meine Erkenntnis aus der großen Konzernwelt: Benefits funktionieren psychologisch. Ein Homeoffice-Dev freut sich auch über ein Bike, weil es Flexibilität signalisiert und die Work-Life-Balance verbessert – unabhängig von den Pendelwegen. Die steuerliche Ersparnis ist real, auch wenn der Nutzen nicht täglich sichtbar wird.
Vielleicht ein Hybrid-Ansatz: JobRad für interessierte Mitarbeiter, aber kein Zwang. So sparst du einerseits, signalisierst aber trotzdem: "Wir bieten was an."