Hey zusammen, ich bin Marco und gründe gerade neben meinem Job an einer B2B-SaaS. Wir haben aktuell ein kleines Remote-Team (4 Leute, verteilt in DE) und ich überlege gerade, welche Benefits wir anbieten sollten.
Meine Frage: Macht ein JobRad für Homeoffice-Mitarbeiter überhaupt wirtschaftlich und arbeitsrechtlich Sinn? Ich meine – wenn jemand 4 Tage die Woche von zu Hause arbeitet, nutzt er das Rad ja hauptsächlich für Besorgungen oder zum Fitnessstudio, nicht für den Arbeitsweg.
Ich will ehrlich sein: Ich würde lieber in andere Benefits investieren (Remote-Equipment, vielleicht ne Krankenversicherungszulage). Aber ich möchte auch nicht unprofessionell wirken, wenn ich das anderen Gründern erzähle.
Außerdem – wenn wir später expandieren und Leute im UK oder US einstellen, kann ich denen kein JobRad anbieten. Macht es Sinn, mit sowas zu starten, wenn es nicht skalierbar ist?
Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr Benefits für Remote-Teams eingeführt, die wirklich ankommen?
Hallo Marco W.,
aus meiner Erfahrung im Banking kann ich dir sagen: Du liegst da nicht ganz falsch. JobRad ist eher für Pendler interessant – und bei Remote-Teams ist der Nutzen tatsächlich begrenzt.
Aber aus einer anderen Perspektive: Es geht weniger ums Rad selbst, sondern um die Signalwirkung. Mitarbeiter zu zeigen „wir investieren in dich" – das zahlt sich auf langfristig aus. Gerade kleine Teams sind sensibel dafür.
Meine ehrliche Einschätzung: Vergiss das JobRad erstmal. Investier lieber in vernünftige Home-Office-Ausstattung (guter Monitor, Schreibtisch) – das merkt dein Team jeden Tag. Und eine ordentliche Krankenversicherungszulage ist wesentlich direkter spürbar.
Zur Skalierbarkeit: Später kannst du das immer noch anpassen. Für UK/US gibts dann lokale Äquivalente. Dein Argument mit der fehlenden Skalierbarkeit ist völlig legitim – professionell ist das keineswegs, im Gegenteil. Viele Top-Startups machen das genauso pragmatisch.
Vertrau deinem Bauch hier.
Viel Erfolg beim SaaS!