Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einer interessanten Herausforderung: Nach 15 Jahren in einem klassischen Mittelstandsbetrieb gründe ich jetzt mein erstes digitales SaaS-Startup. Wir sind derzeit zu dritt (ich + zwei Co-Founder) und planen, in den nächsten 12 Monaten langsam auf 5-6 Leute zu wachsen.
Zum Thema betriebliche Krankenversicherung habe ich ehrlich gesagt noch nicht viel Erfahrung – bei meinem alten Arbeitgeber kümmerte sich HR darum. Jetzt muss ich selbst entscheiden.
Meine Fragen:
1. Macht eine bKV für ein 3er-Team überhaupt wirtschaftlich Sinn, oder ist das noch zu früh?
2. Welche Modelle gibt es überhaupt für kleine Startups – Gruppenvertrag, Einzeltarife, etwas anderes?
3. Wie stark unterscheiden sich die Kosten und die Verwaltung je nach Modell?
4. Sollte ich von Anfang an kalkulieren, dass wir wachsen, oder flexibel starten?
Ich suche hier weniger nach Marketingtipps, sondern nach praktischen Erfahrungen: Was hat bei euch in dieser frühen Phase funktioniert? Was würdet ihr rückblickend anders machen?
Danke für Eure Insights!
Interessante Frage! Ich bin gerade selbst in einer ähnlichen Situation und bin auf eine spannende Alternative gestoßen: Statt klassische bKV direkt ein Gesundheitsbudget als Benefit-Paket anbieten. Das gibt jedem MA 80-120€ im Monat, den er sich selbst versichern kann oder für Wellness ausgibt – viel flexibler und gerade für ein junges Tech-Team oft attraktiver.
Hat jemand von euch mit diesem Modell in der Startup-Phase Erfahrungen gemacht? Mich würde interessieren, wie das steuerlich läuft und ob das bei späteren Investorengesprächen komisch wirkt oder eher modern und pragmatisch.
Markus, gute Überlegung, das rechtzeitig anzupacken. Aus meiner Erfahrung: Bei 3 Gründern würde ich ehrlich sagen, erst mal Einzeltarife prüfen – ein Gruppenvertrag lohnt sich meist ab 5-10 Personen richtig. Der Verwaltungsaufwand ist nämlich identisch, aber die Beitragssätze sind bei kleineren Gruppen oft nicht günstiger.
Für deinen Plan mit Wachstum auf 6 würde ich aber jetzt schon nach Versicherern fragen, die flexible Gruppenverträge anbieten – also mit einfacher Zu- und Abgangsregelung. Das erspart dir später den Stress eines Wechsels.
Ein Tipp: Macht nicht den Fehler, die bKV so früh wie möglich zu starten. Startet sie erst, wenn ihr das erste Mal New Hire bei euch im Boot habt – die Motivation steigt damit massiv und die psychologische Wirkung ist größer.
Ich kann dir gerne ein paar Anbieter nennen, mit denen ich in meinen Beratungsjahren gute Erfahrungen gemacht habe – schreib mir ne PN.