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bKV vs. Gehaltsplus: Welches Signal sendet man als Gründer wirklich?

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Hans-Jürgen M.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@gruenderweise62)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#139]

Mich beschäftigt eine Frage, die ich im Kontext von internationalen Expansionen immer wieder sehe: Wenn man als junges Unternehmen zwischen einer Gehaltserhöhung um 3-5% und einer ordentlichen betrieblichen Krankenversicherung wählen muss – was wirkt langfristig stärker auf Mitarbeiter?

Ich sehe da zwei sehr unterschiedliche Signale: Gehaltsplus ist sofort spürbar, fließt direkt aufs Konto, aber es ist auch austauschbar. Eine bKV dagegen ist ein strukturelles Benefit, das Kontinuität signalisiert und auch Risikodenken adressiert. Besonders im Herbst – wenn Menschen wieder über ihre Gesundheit und Vorsorge nachdenken – könnte das relevant sein.

Zugleich frage ich mich: Wie nehmen das junge Gründer und ihre Teams wahr? Sehen sie darin ein echtes Zeichen von Stabilität oder eher eine Schein-Lösung, wenn die Basis nicht stimmt? Ich interessiere mich dabei speziell für die steueroptimale Gestaltung – wieviel bleibt dem Mitarbeiter netto erhalten, und wie kommuniziert man das transparent?

Hat jemand hier Erfahrung damit gemacht, beides zu kombinieren oder bewusst eins gewählt? Was hat sich in der Realität als stärkerer Motivator erwiesen?


2 Antworten
T.Bergmann49
Beiträge: 0
(@t-bergmann49)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kurz und direkt: bKV, weil es die richtige Nachricht sendet – aber nur wenn sie auch wirklich gut ist. Gehalts-Cent mehr vergessen die Leute in zwei Wochen. Einen guten Zahnarzt bezahlt bekommen aber nicht.

Aber Achtung: Viele Gründer nehmen einen billigen Tarif, und dann ärgern sich die Mitarbeiter später, wenn die halbe Leistung nicht gedeckt ist. Da spar ich mir gleich die bKV. Die muss weh tun im Budget, sonst glaubt ihr keiner dran. Steuerlich sauberer ist es auch noch – Gehaltserhöhung ist einfach nur Geld, bei der bKV sparst du direkt Abgaben. Wenn du es richtig machst, kostet sie dich netto weniger als 100€ pro MA und pro Monat, und der MA bekommt 150€+ Leistung. Das ist das Signal: *Wir denken längerfristig*.


Antwort
S.Wagner
Beiträge: 6
(@s-wagner)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessante Perspektive, Hans-Jürgen. Ich hab das in meinem Vollzeitjob anders erlebt – bei uns kam die bKV erst nach zwei Jahren, und da war sie schon "normal" geworden, keine Überraschung mehr. Was aber wirklich gezogen hat: transparente Kommunikation, welcher Tarif und warum genau dieser. Wir hatten einen mittleren Tarif, nicht den billigsten, und die HR-Person hat das wirklich erklärt – was kostet der Zahnarzt, wo sind Grenzen, wie funktioniert die Abrechnung.

Bei meinen Überlegungen zur Nebenidee dachte ich daher: Wenn ich später skaliere, würde ich eher in Kommunikation investieren als in Luxus-Features. Eine gute, verständliche bKV schlägt eine schlechte Gehaltserhöhung. Aber nur wenn die Leute verstehen, was sie kriegen – sonst sehen sie nur: "Ah, statt Geld gibt's... Versicherungsgedöns." Das ist für junge Teams oft schwer nachzuvollziehen. Was ist dein Eindruck: Kommunizierst du das in deiner Arbeit mit Gründern aktiv mit, oder merken sie das erst durch Probleme?


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