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Self-Service Portal: Akzeptanz schaffen oder Nutzung durchsetzen?

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SebastianK
Beiträge: 1
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(@sebastiank)
New Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen
[#9]

Hi zusammen,

stehe vor nem ziemlich klassischen Problem und wollte mal eure Erfahrungen hören. Arbeite hauptberuflich im Vertrieb, aber abends an meiner Fintech-Idee und denke jetzt schon über HR-Strukturen nach.

Bei uns im Hauptjob wird gerade ein Employee Self-Service Portal eingeführt - Urlaubsanträge, Krankmeldungen, Personalstammdaten etc. sollen die Mitarbeiter künftig selbst pflegen. Klassischer Change-Management-Fall halt.

Die Diskussion geht aber in zwei Richtungen: Die einen sagen "sanft einführen, erstmal freiwillig, Schulungen anbieten und Akzeptanz schaffen". Die anderen meinen "einfach machen, alte Prozesse abschalten und fertig - die lernen das schon".

Gerade jetzt im Juni mit der ganzen Urlaubsplanerei wäre es natürlich perfekt, wenn alle das System nutzen würden. Aber ich kenn die Kollegen - die Hälfte wird sich erstmal querstellen.

Wie habt ihr das gemacht? Sanfter Übergang mit viel Kommunikation oder einfach Fakten schaffen? Bei meinem eigenen Projekt später will ich solche Stolpersteine vermeiden.

Freue mich auf eure Inputs!


1 Antwort
C.Bergmann
Beiträge: 24
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(@c-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hey,

kann aus eigener Erfahrung sagen: Der "sanfte" Weg ist langfristig definitiv besser. Hab das vor Jahren schonmal erlebt, als einfach die alten Systeme abgeschaltet wurden - das Chaos war perfekt und die Stimmung im Keller.

Was bei uns damals gut funktioniert hat: Erstmal mit den "Early Adoptern" anfangen, die sowieso technikaffin sind. Die werden dann automatisch zu internen Botschaftern und helfen den anderen. Parallel dazu kurze Lunch-Sessions anbieten, nicht diese stundenlangen Schulungen die keiner mag.

Der Trick ist meiner Meinung nach, das System so einfach zu machen, dass es wirklich einen Mehrwert bietet. Wenn die Leute merken, dass sie ihren Urlaub in 2 Minuten beantragen können statt den Papierkram zur HR zu schleppen, ziehen sie mit.

Zeitrahmen würde ich trotzdem setzen - so 3-6 Monate Übergangszeit, dann wird umgestellt. Aber mit Ansage und Begleitung.

Für dein eigenes Projekt später: Von Anfang an mitdenken ist Gold wert. Die meisten machen den Fehler und denken erst später an Change Management.

Viel Erfolg!


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