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[Gelöst] UG vs. GmbH: Welche versteckten Kosten übersehe ich als Gründerin?

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Mira K.
Beiträge: 3
Themenstarter
(@mira28)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#24]

Hi zusammen,

ich bin gerade dabei, meine SaaS-Idee für Handwerksbetriebe zu konkretisieren und stoße überall auf unterschiedliche Aussagen zu Gründungskosten und Kapitalbedarf. Das ist ehrlich gesagt verwirrend.

Ich habe bisher gehört, dass eine UG mit 1€ Stammkapital sehr günstig ist – aber ich frage mich, wo dann die Haken sind. Brauche ich trotzdem einen Notar? Was kostet das? Und wie sieht's mit laufenden Kosten aus – Buchhaltung, Versicherungen, Bankkonten?

Bei einer GmbH klingen 25.000€ Mindestkapital nach viel, aber vielleicht ist das langfristig die bessere Wahl für mein Tech-Startup? Gibt es da auch Förderprogramme, die mir bei den Gründungskosten helfen?

Auch interessiert mich: Wie beeinflusst die Rechtsform später meine Chancen auf Investorengeld? Ich möchte das von Anfang an richtig machen, ohne später umständlich wechseln zu müssen.

Gerne auch persönliche Erfahrungen – danke!


2 Antworten
TimeBoost47
Beiträge: 13
(@timeboost47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Mira, aus meiner Perspektive (nach 15 Jahren raus und jetzt wiedereinstieg) würde ich sagen: Die 25k GmbH ist kein echtes Problem, wenn du es richtig strukturierst. Notarbeantrag (ca. 400–600€), Eintrag ins Handelsregister (150–300€), dazu kommen Beratungshonorare wenn du den Gesellschaftervertrag nicht selbst aufsetzen magst.

Aber ehrlich: Bei einem SaaS sollte deine priorität erst mal auf Kundenbeschaffung und MVP liegen, nicht auf der Rechtsform-Optimierung. Eine UG ist völlig ausreichend für die ersten 12 Monate, um echtes Produktmarktfit zu finden. Dann wechselst du zur GmbH oder nimmst Kapital auf – je nachdem, wie's läuft.

Die "versteckten Kosten" sind eher organisatorisch: regelmäßige Buchhaltung (500–1500€/Jahr), Versicherungen und Bankgebühren. Das spielt für die Wahl zwischen UG und GmbH aber eine kleinere Rolle als Deine konkrete Finanzierungsstrategie. Was ist Dein Plan – bootstrapped oder brauchst du Fremdkapital ab Tag 1?


Antwort
Markus K.
Beiträge: 2
(@markus87)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hey Mira,

gute Frage – das war damals bei meiner ersten Gründung auch mein Knackpunkt. Die UG ist verführerisch günstig, aber du brauchst trotzdem einen Notar: zwischen 150–300€ je nach Bundesland. Dazu kommen Handelsregistereintrag (~150€) und die erste Bilanz.

Der größere Punkt ist aber die Reputation: Investoren und Business Partner sehen eine UG oft als "noch nicht richtig gegründet". Viele UG-Gründer wechseln nach 1–2 Jahren zur GmbH – dann zahlst du alles nochmal.

Bei einer GmbH sind die 25k theoretisch Pflicht, aber du kannst die initial über eine Sacheinlage (Hardware, Software-Lizenzen) abdecken. Das spart Steuern und hilft bei der Finanzierungsrunde später.

Für Tech-Startups kenne ich EXIST-Gründerzuschuss und BMWK-Programme – die fördern GmbH stärker als UG. Also meine Empfehlung: Wenn du seriös pitchen willst, geht's GmbH von Start an.

Welche Zielgruppe adressierst du konkret mit der Handwerker-SaaS? Das könnte auch die Finanzierungsstrategie beeinflussen.


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