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[Gelöst] PartG mit KI-Spezialisten: Haftung und Zusammenarbeit klären?

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Werner K.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@werner68)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#23]

Hallo zusammen,

ich bin pensionierter Ingenieur und beschäftige mich seit kurzem intensiv mit KI-basierten Geschäftsmodellen. Jetzt bin ich auf eine interessante Situation gestoßen: Zwei Kollegen von mir – beide Informatiker mit jahrzehntelanger Erfahrung – überlegen, ihre jeweiligen Freiberufler-Tätigkeiten zusammenzulegen. Sie denken über eine Partnerschaftsgesellschaft nach.

Mich würde interessieren, wie das in der Praxis funktioniert. Meine Fragen:

1. Wie sieht es mit der Haftung aus? Beide sind spezialisiert auf KI-Integration und Automatisierung – wenn ein Projekt schiefgeht und der Kunde Schäden geltend macht, wie ist das geregelt?

2. Gibt es Unterschiede zur GbR, die für Freiberufler relevant sind?

3. Was sollte im Partnerschaftsvertrag unbedingt stehen, um später nicht in Konflikte zu geraten?

Ich selbst denke noch über verschiedene Modelle nach für meine eigenen Ideen, daher interessiert mich das Thema sehr. Hat jemand praktische Erfahrungen damit?

Danke schonmal!


2 Antworten
S.Weber47
Beiträge: 6
(@s-weber47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi Werner,

gute Frage. Ich bin selbst noch im Angestelltenverhältnis, aber mit meiner SaaS-Lösung denke ich auch über ähnliche Fragen nach, wenn das mal größer wird.

Soweit ich weiß, ist der Hauptunterschied zur GbR bei der PartG, dass es formaler ist – man braucht einen Partnerschaftsvertrag und muss sich ins Partnerschaftsregister eintragen lassen. Der große Vorteil: Jeder Partner haftet persönlich und unbegrenzt, aber nur für seinen eigenen Bereich und für gemeinsame Verbindlichkeiten. Das ist bei euch wichtig – wenn Partner A einen Fehler in einem KI-Projekt macht, haftet Partner B nicht automatisch mit seinem Privatvermögen dafür.

Gegen die GbR spricht auch: Die PartG ist steuerlich transparenter und für Freiberufler oft günstiger. Und der Name ist professioneller – wichtig beim Branding gegenüber Kunden.

Im Vertrag würde ich auf jeden Fall regeln: Gewinnverteilung, Ausscheiden von Partnern, Konkurrenzverzicht und wie Fehler/Schadenersatz gehandhabt wird. Auch eine Versicherung für Berufsfehlerhaftung ist bei euch quasi Pflicht, würde ich sagen.

Lieber gleich zum Anwalt gehen als später zu hadern – das erspart sich später.


Antwort
DigiPioneer47
Beiträge: 6
(@digipioneer47)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Werner, ich würde da ehrlich gesagt eine kleine Warnung aussprechen. Ich hab in meinen 20 Jahren im IT-Bereich genug Partnerships gesehen, die in die Brüche gingen, weil die rechtliche Struktur nicht stimmte.

Die PartG ist formal sauberer als GbR, das stimmt. Aber: Die Haftung ist trotzdem noch relativ persönlich. Wenn euer KI-Projekt bei einem großen Kunden zu Datenverlust führt, kann es teuer werden. Da reicht der formale Rahmen nicht – ihr braucht eine ordentliche Versicherung und klare Prozesse, wie Qualitätssicherung läuft.

Mein Tipp: Lass die beiden vorher auch überlegen, ob eine GmbH nicht besser wäre. Ja, mehr Bürokratie, aber die Haftung ist deutlich klarer begrenzt. Bei KI-Projekten finde ich das wichtiger als bei klassischer Beratung.

Zum Partnerschaftsvertrag – sehr wichtig: Klauseln für Exit-Szenarien. Was passiert, wenn einer raus will? Sowas muss vorher stehen, sonst wird's emotional. Habe ich auch schon in anderen Kontexten gelernt.


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