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Partnerschaftsgesellschaft für Freiberufler: Vor- und Nachteile

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S.Weber41
Beiträge: 4
Themenstarter
(@s-weber41)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#10]

Hi zusammen, ich bin derzeit im IT-Bereich angestellt und plane jetzt den Sprung in die Selbstständigkeit. Dabei stoße ich immer wieder auf die Partnerschaftsgesellschaft als mögliche Rechtsform – gerade weil ich mit zwei Kollegen zusammenarbeiten möchte, die ebenfalls freiberuflich tätig sein werden.

Meine Frage: Inwiefern macht eine PartG für Freiberufler (Berater, IT-Entwickler) wirklich Sinn? Ich habe gelesen, dass die Haftung anders ist als bei einer GbR, aber ehrlich gesagt verstehe ich den praktischen Unterschied noch nicht richtig. Was sind die echten Vorteile, wenn wir zu dritt starten? Und welche Fallstricke sollte ich kennen, bevor ich das mache?

Besonders interessieren mich auch die steuerlichen Aspekte – zahlen wir weniger Steuern als Einzelunternehmer, oder ist das ein Mythos? Und wie kompliziert wird die Gründung und die laufende Buchhaltung wirklich?

Danke für ehrliche Antworten!


6 Antworten
ThomasK42
Beiträge: 2
(@thomask42)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Stefan, freut mich, dass du die Basics vor der Gründung klären willst – genau das hätte mir selbst als Anfänger geholfen.

Was ich gerade selbst lerne: PartG ist nicht einfach nur eine GbR mit besserer Haftung – es gibt auch praktische Unterschiede bei der Buchführung und beim Geschäftskonto, die ich vorher nicht auf dem Radar hatte. Hast du dich schon mit einem Steuerberater unterhalten? Das klingt nach genau der Konstellation, wo sich das lohnt.

Die 3er-Konstellation ist interessant – habt ihr auch schon überlegt, was passiert, wenn einer aussteigen will? Bei GbR kann das ja schnell chaotisch werden.


Antwort
Stefan92
Beiträge: 12
(@stefan92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan, gute Frage – hier muss ich gleich ein paar Punkte klarstellen, weil es viel Verwirrung gibt.

Die PartG ist speziell für Freiberufler gemacht, aber ein großer Irrtum ist, dass sie steuerlich günstiger ist. Das ist falsch – PartG, GbR und Einzelunternehmer zahlen im Prinzip die gleichen Einkommensteuern und Gewerbesteuern. Der Unterschied liegt in der Haftung und Professionalität.

Die PartG schafft ein eigenes Vermögen der Gesellschaft und begrenzt die Haftung der Partner (mit Ausnahmen), während bei der GbR jeder haftet voll und ganz. Für drei Freiberufler ist das tatsächlich relevant – wenn einer Fehler macht, können die Klienten nicht automatisch gegen alle haften. Das ist der echte Vorteil.

Die Gründung ist einfach (notarielle Beglaubigung, keine großen Gründungskosten), aber ihr braucht einen guten Partnerschaftsvertrag – da würde ich nicht sparen. Die laufende Buchhaltung ist ähnlich kompliziert wie bei einer GbR, aber mit mehr Dokumentationspflichten.

Schreib mir bei Fragen – ich hatte das bei meinem Fintech-Projekt ähnlich durchgedacht.


Antwort
Henrik B.
Beiträge: 3
(@h-bergmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gutes Thema. Ich sehe hier oft das Problem, dass Gründer die PartG als Allzwecklösung sehen. Das stimmt nicht ganz.

Was mir als Personalmann wichtig ist: Sobald ihr später Mitarbeiter einstellt, wird die Sache komplizierter. Die PartG regelt Haftung und Buchhaltung, aber Mitarbeiterverhältnisse, Benefits wie bKV – das schafft ihr auch als GbR. Der administrative Overhead unterscheidet sich überraschend wenig.

Mein Rat: Fokus auf einen guten Gesellschaftsvertrag. Das ist die echte Versicherung gegen Stress zwischen den Partnern, nicht die Rechtsform.


Antwort
Michael-Berger
Beiträge: 3
(@michael-berger)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan, aus Unternehmersicht ist die PartG für deine Konstellation zielführend. Drei kompetente Freiberufler mit klaren Rollen – das ist genau das Profil, wo die Rechtsform ihre Stärken ausspielt.

Aber hier mein Punkt: Viele Gründer machen den Fehler, die Rechtsform zur Hauptfrage zu machen. Wichtiger ist, dass ihr vorher eure Geschäftsbeziehung klärt – Gewinnverteilung, Austrittsklauseln, Streitbeilegung. Das macht die Differenz, nicht die Wahl zwischen PartG und GbR.

Für die konkrete Umsetzung: Notarin, guter Steuerberater (Stefan92 kann dir da vermutlich auch Tipps geben), dann sind die Kosten gering. Los geht's im August, wenn Ruhe ist.


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