Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, meinen Co-Founder für ein EdTech-Startup zu finden und planen parallel schon die rechtliche Struktur. Nach 15 Jahren in der Automobilindustrie kenne ich die Wichtigkeit von klaren Regelungen, aber im Startup-Kontext ist vieles anders.
Wir tendieren zur GbR als Einstiegsform – schnell, unkompliziert, günstig. Aber ich lese überall von versteckten Problemen und werde langsam unsicher, ob das wirklich die richtige Wahl ist. Speziell bei uns im Team: Ich bringe Managementerfahrung mit, der Co-Founder soll eher auf der fachlichen/technischen Seite stark sein.
Was sind eure Top-3-Fehler, die Gründer bei der GbR machen? Und: Sollte man den Gesellschaftervertrag unbedingt anwaltlich checken lassen, bevor man unterschreibt? Kostet das nicht ein Vermögen im August, wenn alle im Urlaub sind? 😅
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Sehr wichtig auch: schriftliche Definition der Aufgabenbereiche und Unterschriftsregelungen im Gesellschaftervertrag. Ich hab in meinem Tech-Kontext gesehen, dass Gründer oft nur verbal klar haben, wer was macht – dann kommt Frustration schnell auf. Und bei GbR brauchst du zwingend Regelungen, wer nach außen hin die Firma vertreten darf. Sonst kann dein Co-Founder ohne dein Wissen Verträge abschließen und du sitzt mit im Schaden.
Hey Ralf, gute Frage. Aus meiner Erfahrung mit verschiedenen Startup-Structures: Die größten Fehler sind (1) keine schriftliche Regelung von Gewinnaufteilung und Ausschüttungen, (2) fehlende Exit-Klauseln, falls einer raus will, und (3) unterschätzte Haftung. Bei GbR haften alle Partner mit ihrem Privatvermögen – das wird gerne vergessen, bis es zu spät ist.
Zum Anwalt: Ja, lohnt sich. Ein Template kostet 300–500€, spart dir aber hinterher tausende. Rechtlich belastbar ist wichtiger als schnell. Viele gute Anwälte arbeiten auch im August, nur eben mit längeren Antwortzeiten.
Ein Tipp noch: Klär vorab mit deinem Co-Founder die Szenarien – Was passiert, wenn einer kündigt? Wer kauft wen ab? Das gehört definitiv rein.