Hi zusammen, ich baue seit drei Jahren remote-first SaaS-Produkte auf und stehe jetzt vor der Frage, wie ich mein aktuelles Team rechtlich sauber strukturiere. Wir sind zu dritt und wollen eine GbR gründen – eigentlich straightforward, aber ich merke, dass viele meiner Gründer-Peers bei der GbR echte Probleme bekommen haben, die sie anfangs übersehen haben.
Da wir verteilt arbeiten (einer in DE, einer in AT, ich bin nomadisch unterwegs), frage ich mich: Welche typischen Fehler sollten wir bei der GbR-Gründung vermeiden? Speziell denke ich an Themen wie Haftung bei dezentraler Arbeit, wie man den Gesellschaftervertrag richtig aufzieht, und ob GbR überhaupt noch Sinn macht, wenn das Team so verteilt ist.
Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr das intern gelöst oder seid dann doch woanders gelandet?
Gute Frage – GbR funktioniert für verteilte Teams nur, wenn die Struktur sitzt.
Bin gerade in einer ähnlichen Situation – neben meinem Job am Aufbau einer B2B-SaaS mit zwei Co-Foundern. Was ich gelernt habe: Die größten Fehler bei GbR entstehen, wenn man den Gesellschaftervertrag zu informal aufzieht oder komplett vergisst. Klingt banal, aber ohne klare Regelungen zur Gewinnverteilung, Ausscheiden von Gesellschaftern und Abstimmungsrechten wird's chaotisch.
Bei euch mit dezentralem Team kommt hinzu: Wenn einer ausfällt oder gehen will, muss klar sein, was passiert. GbR ist aus Haftungssicht auch nicht ideal – alle haften persönlich und unbeschränkt, was bei internationalem Setup problematisch sein kann. Habt ihr schon mit einem Steuerberater geklärt, wie die AT-Situation rechtlich abläuft?
Mein Tip: Gesellschaftervertrag ordentlich mit Anwalt aufsetzen, nicht sparen. Die paar hundert Euro sind später viel günstiger als Streit im Team.