Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob man eine GmbH wirklich komplett selbst gründen kann oder ob man da nicht doch einen Rechtsanwalt/Notar braucht. Mit meinen 40 Jahren in der Personalwirtschaft kenne ich mich mit vielen Dingen aus, aber Gründungsrecht ist nicht mein Kerngebiet.
Viele Online-Plattformen versprechen günstige DIY-Lösungen – manche kosten nur 100-200 Euro. Andererseits lese ich überall, dass man ohne fachliche Begleitung schnell in Fettnäpfchen tritt. Was mich besonders interessiert: Wenn ich später gute Leute einstelle und clevere Benefits wie Jobrad oder bKV anbieten will, braucht es dann ein sauberes Gründungsdokument?
Wie habt ihr das gemacht? Würdet ihr es wieder genauso tun? Im Sommer ist vielleicht auch eine gute Zeit, das anzupacken – weniger Stress bei den Behörden?
Freue mich auf erfahrene Meinungen.
Hallo H.Weber, gute Frage. Aus meiner Perspektive im FinTech würde ich sagen: Das Sparen bei der Gründung rächt sich schnell. Gerade wenn du später Investoren ins Boot holen willst oder Mitarbeiter mit komplexeren Verträgen einstellen möchtest, wollen die eine saubere Gesellschafterstruktur sehen. Bei der bKV zum Beispiel können fehlerhafte Gründungsdokumente zu Problemen mit der Anerkennung führen.
Ich würde mindestens einen Notar nehmen – das ist gesetzlich Pflicht – und dann auch gleich einen erfahrenen Gründungsberater dazu holen. Das kostet 500-800 Euro mehr, aber du sparst dir später deutlich teurere Anpassungen. Und ja, Sommer ist dafür eine gute Zeit, weniger Stau bei den Ämtern.